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J.B.O. - I Don’t Like Metal – I Love It!

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Artist J.B.O.
Title I Don’t Like Metal – I Love It!
Label MEGAPRESS
Leserbewertung
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4.5/10 (2 Bewertungen)

Also irgendwie ist der lustige Drops bei den Blödel-Metallern J.B.O. ja seit etlichen Alben durch. Eigentlich. Aber seit 20 Jahren ist man nun auch im Geschäft. Und das mit nicht gerade geringem Erfolg. Auf dem neuen Werk setzt man nun wieder fast ausschließlich auf gecoverte Verulkungen mit mehr oder minder lustigen Texten, ganz wie man seine Karriere auch startete. Damit besetzen die Herren schon eine eigene Nische. Unter den 14 neuen Ergüssen finden sich ganze 5 Eigenkompositionen, von denen „Hitler hatte keinen Sex“ nicht nur brisant betitelt ist, sondern auch nicht als reiner Blödelsong verstanden werden sollte. Man kann schon ernster, wenn man will.

Statt des etwas trägen Titelstücks zu Beginn hätte man lieber die OTTAWAN-Klamotte „M.E.T.A.L.“ an den Anfang stellen sollen, da einfach mit mehr Schmackes versehen. Textlich natürlich wieder grenzwertig wie immer, aber für sinnfreie Partymetaller debiler Grobstoff vom Feinsten. Und musikalisch einfach gut umgesetzt! Der im Vorfeld geheim gehaltene Track lüftet sich hier als FALCOs „Jeanny“-Cover, nun „Angie“ betitelt. Ob J.B.O. damit anecken bei Moralaposteln, wird sich zeigen. „Hitler hatte keinen Sex“ ist phasenweise recht metallisch, aber nicht gerade ein Burner, auch „Das Eine“ haut nicht um. Dann lieber Coverkram wie „Geh mer halt zu Slayer“ (RIGHEIRAs „Vamos a la Playa“!) oder „Dio in Rio“ (UNITED BALLS’ „Pogo in Togo“)! Die versprühen wenigst witzigen Charme („Slayer in Marbella, Nirvana in Ghana, Dio in Rio…“)und ab 3,8 Promille kann man dazu sogar richtig rocken. Was Eigenausfälle wie „Der böse Gott“ sollen, weiß ich allerdings auch nicht. Völlig überflüssiger Quatsch. Cool ist aber wieder die Ossi-Trilogie „Der Ossi sucht das Glück“ (Herr Rossi!), „Wessi-Girl“ (Jessie’s Girl) und „Glenn Leipzig: Mudder“! 66sächsisch, the Sprache of the Beast“ (am Ende von „Mudder“) ist schon ganz großes textliches Kino! „Lieber Fieber“ (Fever von PEGGY LEE) ist nett und mit dem abschließenden cool betitelten Eigengewächs „Es muss ein Rock (durch Deutschland gehen)“ beendet man das 8. Album mit dem besten nicht-Covertrack des Albums.

Gefällt wieder besser als die letzten etwas arg faden Werke und enthält einige zukünftige Liveklassiker.

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