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JACK SLATER - Blut/ Macht/ Frei

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Artist JACK SLATER
Title Blut/ Macht/ Frei
Label WAR ANTHEM
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

Zunächst: Was für ein bescheuerter Titel. „Blut/ Macht/ Frei“ zeugt nicht von wirklicher Kreativität und Intelligenz. Wie oft soll man den alten Nazispruch noch abändern? Arm! Dafür geht es musikalisch auf der neuen Scheibe von JACK SLATER wieder etwas erfreulicher zu Werke. Deftiger und fett produzierter Death Metal, mit gelegentlichen Doom-Growls ist zwar nichts für Musikästheten, knallt aber mächtig in der Birne. Manchmal ein wenig zu heftig, wie bim Opener und Titeltrack. Bangen ist eigentlich unmöglich, so viele und so schnelle Wechsel lassen keine Luft zum Atmen. Das kann man abwechslungsreich oder auch hektisch nennen. Ich bleib da in der Mitte.

Wat? Die singen Deutsch? Erst am Ende des Openers kann ich eindeutig die Deutsche Sprache erkennen. Was war der Rest? Braucht man für Growls eigentlich eine Sprache und sollte man vielleicht eine eigene für diese anspruchsvolle Art der Gesangsdarbietung erfinden? Fragen über Fragen, beantwortet werden sie nicht, bzw. man versteht sie nicht. Es wird geknüppelt, was das Zeug halt und auch mal ein kurzes Gitarrensoli dazwischen gepackt. Während mir ähnliche Rezepte bei ARSIS den Gaumen erfreut haben, bekommt man bei JACK SLATER eigentlich eher Magenkrämpfe – zu hektisch, zu zappelig. ”Rost” bildet zumindest streckenweise eine Ausnahme. Erstens ist der Titel mit acht Minuten recht lang und zweitens… Ich merke, dass das auch die einzige Ausnahme ist. Nächster Versuch. Ah, die letzten vier Songs sind mal was anderes. Zumindest heißen sie alle gleich und sind Teil einer Quadrologie (“Narbe”). Part 1 kommt zum Ende mit einem Saxophon um die Ecke. Völlig sinnlos, weil man gar nicht erst versucht, das Jazz-Instrument zu integrieren. Man gibt ihm einfach über eine Minute Spielzeit, um ein wenig herum zu saxophonen. Wie kreativ! Zwar wird genau dieser Schwachpunkt in „Narbe Part III“ teilweise behoben, ohne jedoch den Sinn hinter der Aktion erkennen zu lassen.

JACK SLATER zeigen, was sie können: mächtig Arsch-Treten. Nur tut beim zehnten Mal der Tritt auch nicht mehr so wirklich weh. So kann man diese Scheibe beschreiben. Es bleibt nichts hängen, die Gitarren brettern, Schlagzeuger David jagt aus seiner Schießbude ein Rohr nach dem anderen, aber es greift einfach nicht. Nennt es komplex und kompliziert oder einfach nur ideen- und konzeptlos. Ich für meinen Teil habe mich entschieden.

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