Band Filter

JACK SLATER - Extinction Aftermath

VN:F [1.9.22_1171]
Artist JACK SLATER
Title Extinction Aftermath
Label UNUNDEUX
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Nachdem bereits Anfang des Jahres auf Unundeux, dem Hauslabel der JAKAs, das neue Album der Krefelder Grinder erschienen ist, wird jetzt flugs mit dem vierten Eisen von JACK SLATER die nächste deutschsprachige Todeswalze nachgeschoben. Auf „Extinction Aftermath“ getauft, klingt es auch haargenau so, wie es heißt: zerstörend, zermürbend, und dazu noch derbe technisch. Da wächst gewiss kein grüner Halm mehr nach…

Denn das Quintett aus Köln steigert sich gleich vom beginnenden „Pheromon“ an in einen teuflisch sicken Deathmetal-Exzess hinein, so dass auch ich als Hörer mich in einem mit teils schwer nachvollziehbaren Passagen durchwachsenen Delirium wiederfinde. Das postapokalyptische Bollwerk versteht sich nämlich vor allem gut darin, seinen Sound nicht nur kraftvoll, sondern auch rasend und rasant wechselnd aus den Instrumenten zu klopfen. Der rote Faden bleibt dadurch zeitweilig auf der Strecke, der Verlust kann aber durch gewaltige Deathmetal-Granaten wie „Dysthymia“ kompensiert werden. Nach 15 Jahren voll von technischem Todesgerotze haben JACK SLATER auch ordentlich was auf dem Kasten und geben sich besonders versiert an ihren musikalischen Werkzeugen. Diese angeballte Macht entlädt sich auf „Extinction Aftermath“ in allen möglichen Formen und Darbietungen des benannten Genres. Meistens wird zwar im Uptempo losgeholzt und ununterbrochen an den Klampfen gefrickelt, genauso befinden sich aber auch groovige Midtempo-Massaker auf dem Langeisen. Horni legt sich gewohnt brutal am Mikro ins Zeug. Auffallend ist auch sein Tempo, verschießt er die Zeilen phasenweise doch in beachtlicher Schnelle. Neben deutschen sind auch englische Texte verfasst worden. Sogar rückwärts scheint das gut zu funktionieren („Resser Frednik“)! Gelungen ist übrigens auch die drückende Produktion von Wojtek und Slawek Wieslawski. Kein Wunder, schließlich haben die unter anderem schon für VADER und BEHEMOTH gearbeitet.

Für mich keine umbedingte Alltagskost, das Album. Dennoch kann man nicht leugnen, dass JACK SLATER zu einer wahrhaftigen Institution in der deutschen Deathmetal-Szene herangewachsen sind. Das bestätigt „Extinction Aftermath“ nur zu deutlich. Der Sound knallt, ist eigenständig und kann sich getrost trendfrei schimpfen. Vor allem die immense Kraft der Kompositionen ist löblich. Für Genre-Fans lohnt sich der Kauf definitiv!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

JACK SLATER - Weitere Rezensionen

Mehr zu JACK SLATER