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JACKIEO - Between worlds of whores and gods

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Artist JACKIEO
Title Between worlds of whores and gods
Homepage JACKIEO
Label SKINNY DOG
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Das gleichgeschlechtliche Quartett JACKIEO aus Manchester tritt mit ihrem Debüt „Between worlds of whores and gods“ an, eine Alternative zu allen ach so gefälligen, charttauglichen Indie-Alternative-Kombos zu offerieren.

Bereits das erste Stück „Sister love“ präsentiert sich mit einer (gewollt?) miesen Produktion, Instrumente und Stimme wabbern äußerst undifferenziert, dumpf und sehr weit weg aus den Boxen. (Un)freiwillig unterstreicht dies aber den Gesamtsound von JACKIEO, den sie selbst als „big-funkin-noise-beats-nusoul-blooze-sex-music bezeichnen, ich würde das zunächst mal auf das Attribut „psychedelisch“ verkürzen. „I found out“ macht mit schrägen Gitarrenriffs und dem kratzigen Gesang von Gitarrist und Sänger Jacksons Starfield weiter, später gesellt sich noch eine weibliche Stimme hinzu, nicht von Jo-Jo (Bass) oder Sister Ruth (Drums), sondern von einer im Booklet erwähnten Sofia. Diese Kombination ist äußerst gelungen und findet bei mir mehr Anklang als der Opener. Ehemals wohl als Trio gestartet, ist mit No Hero nun schon seit längerem ein zweiter Gitarrist an Bord. „Stealth kitten“ wird von Jackson düster-schneidend intoniert, in der Mitte gipfelt das Stück in einem dramatischen Monolog. BOWIE meets „Rocky horror picture show“ oder so ähnlich, auf jeden Fall kann man hier live sicherlich alle Register ziehen. Auch die nächsten Titel stammen entsprechend dem Albumtitel irgendwo aus einer Zwischenwelt, von „Rio Grande“ bis „Bolivia“ wird von Noise-Rock bis Speed-Blues eine Keule nach der anderen geschwungen, was man nur mit wildem Umherschütteln aller Extremitäten goutieren kann. Beim achten Titel „Plastic Black Jesus“ sind die Vier endgültig in der Hölle angelangt, verweilen dort mit „Between worlds“ noch über 5 Minuten lang, ehe man sich mit den nächsten 2 Stücken gemächlich und etwas leichter verdaulich wieder den Weg zum Tageslicht sucht. Nach fast 6 Minuten Stille gibt es dann mit „Candy“ noch einen, im Vergleich zum Gesamtwerk, fast harmonischen Blues-Rocker.

Wer sich für einen expressiven Mix aus SEX PISTOLS, DOORS und MOTÖRHEAD erwärmen kann, kann gerne mal ein Ohr riskieren. Meine Baustelle ist es nicht unbedingt, empfinde ich die Komplexität des Albums und seine transportierte Grundstimmung vor allen Dingen als eins: anstrengend.

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