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JAKE BUGG - Shangri La

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Artist JAKE BUGG
Title Shangri La
Homepage JAKE BUGG
Label MERCURY
Leserbewertung
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5.0/10 (1 Bewertungen)

Es ist gerade mal ein Jahr her, dass ein junger Brite sich eine Gitarre schnappte und als erster männlicher Solo-Künstler in die Geschichte der UK-Charts einging, indem er mit seinem selbstbetitelten Debüt bis an die Spitze schaffte. Die Rede ist von JAKE BUGG, der jetzt bereits sein zweites Album nachreicht. Diesmal benannt nach dem Studio, in dem die zwölf Tracks aufgenommen wurden: Rick Rubins Shangri La in Malibu.

Oft wird Jake vermutlich in den vergangenen Monaten nicht zuhause im Nottinghamer Arbeiterviertel Clifton gewesen sein. Der Jungspund war ein gefragter Mann Bühnen rund um den Globus und von diesen Reisen gilt es zu berichten – und vom Liebeskummer, der auch vor dem musikalischen Wunderknabe nicht Halt gemacht hat. Die gute Nachricht zuerst: „Shangri La“ ist alles andere als mit der heißen Nadel gestrickt, sondern noch abwechslungsreicher und ausgefeilter als der Erstling. Mit einem Produzenten-Urgestein wie Rubin an der Seite konnte hinsichtlich der technischen Abwicklung zweifellos auch nicht viel anbrennen und dass Mr. Bugg noch jede Menge Ideen im Köcher hat, zeigen rhythmus- und temporeiche Songs wie „There’s A Beast And We All Feed It“ oder die jüngste Single-Auskopplung „Slumville Sunrise“ ebenso wie das treibende „What Doesen’t Kill You“ oder das nachdenkliche „Me And You“. Cool groovt „Messed Up Kids“ aus den Boxen, bevor „A Song About Love“ leise Töne anschlägt und „All Your Reasons“ den Blues von der Leine lässt. „Kingpin“ drängt mit Druck nach vorn, während sich das bassige „Kitchen Table“ mehr Zeit lässt und „Pine Trees“ auf reduzierte Akustikgitarren setzt. „Simple Pleasures“ legt mit zunächst zarten Melodien emotionsgeladen nach, um schließlich seine ganze Wut rauszusingen. „Storm Passes Away“ beendet den bunten Reigen am Ende mit aufgeräumten Gitarrenhooks und dem Wissen, dass irgendwann alles wieder gut wird.

Im Mittelpunkt stehen auf „Shangri La“ ganz eindeutig erneut Jakes markante Stimme und seine Akustikklampfe. Gleichzeitig hat die Musik genau den launigen Rock’N’Roll-Blues, der den Sound unverwechselbar und hörenswert macht. Bedenkt man, dass JAKE BUGG erst 19 Lenze zählt, ist das wahrlich eine reife Leistung, die darauf hoffen lässt, dass wir noch viel von dem englischen Exportschlager zu hören und zu sehen bekommen.

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