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JAMIE LENMAN - Shuffle

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Artist JAMIE LENMAN
Title Shuffle
Homepage JAMIE LENMAN
Label BIG SCARY MONSTERS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Der eine oder andere wird den Engländer Jamie Lenman vielleicht noch als Kopf der Alternative-Combo REUBEN kennen. 2008 war hier jedoch nach zehn Jahren Schluss und der heute 36-jährige Musiker und Illustrator widmete sich anderen Dingen. Unter anderem seiner Solokarriere, der 2013 der Doppel-Debüt-Longplayer „Muscle Memory“ und 2016 die Nachfolger-Platte „Devolver“ entsprangen. Jetzt kommt der dritte Streich „Shuffle“ in die Plattenläden.

„Shuffle“ ist im Prinzip ein Cover-Album, mit dessen Hilfe der Hörer seine eigene Shuffle-Reise durch alle Medien unternehmen kann: Musik, Filme, Bücher, Spiele und Cartoons – alles ist dabei und nicht unbedingt leichte Kost. Bei „Popeye“ etwa geht es HC-Metal-Style und im Highspeed-Modus zur Sache und „You’re The Boss“ präsentiert ausschließlich gesprochenes Wort, auf das mit „Song of Seikikos“ die älteste bekannte und komplett erhaltende musikalische Komposition auf dem Programm steht. Nach dem sphärischen „Coda“ verspricht „She Bop“ (im Original von CYNDI LAUPER) impulsive Tanzbarkeit und zählt damit wie der Song „Killer“ (dem GEORGE MICHAEL zu Ruhm verholfen hat) zu den knackigen Ohrwürmern des Silberlings. „Adamantium Rage“ ist ein Videospiel, das auf „Shuffle“ seine düster-rockende Bombast-Entsprechung gefunden hat, während der „Lovesong For A Vampire“ von der großartigen ANNIE LENNOX eine echte Herausforderung ist, die Mr. Lenman jedoch gut und mit viel Schmackes gemeistert hat. Erwähnt sei auch noch „A Handsome Stranger Called Death“, das als latino-angehauchte Variante des FOE-Tracks grüßt. Zum gemeinsamen Grölen ist zudem noch „Hey Jude“ von den BEATLES in einer dezent post-metallischen Abart vertreten, ehe „The Remembrance“ den bunten Reigen vermittels reduziertem Piano-Geklimper beendet.

Mainstreamtauglich ist „Shuffle“ von JAMIE LENMAN definitiv nicht. Er wird damit auch nicht die Charts entern. Womöglich hat er diese Langrille aber auch in erster Linie für sich selbst gemacht. Einfach, weil er richtig Bock drauf hatte. So hört sich das Ergebnis zumindest an und dass er ein begnadeter Musiker ist, weiß der Herr auf diese Weise ebenfalls zu unterstreichen.

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