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JAN DORN - Ungebraucht Zurück

VN:F [1.9.22_1171]
Artist JAN DORN
Title Ungebraucht Zurück
Homepage JAN DORN
Label ROUGHTONE RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.6/10 (5 Bewertungen)

Vor gut 3 Jahren kehrte der ehem. DEPRESSIVE AGE-Sänger Jan „Lubi“ Lubitzki mit einer neuen Band zurück. Doch diese hatte schon beim ersten Demo „… unter den Nadelbäumen“ kaum mehr was mit der Metal-Vergangenheit zu tun, sondern orientierte sich eher an der Neuen Deutschen Härte, wobei JAN DORNs Sound nicht mit der Wucht von OOMPH! oder auch RAMMSTEIN auftritt.

Nun, 3 Jahre und 2 weitere EPs später, bringen die Berliner mit „Ungebraucht Zurück“ ihr Debüt in die Läden und präsentieren ein Sammelsurium aus älteren und 3 neuen Tracks. „Goldfisch“ rockt erstmal schön nach vorne, die Vocals kommen clean-energisch und leicht an Dero (OOMPH!) erinnernd daher und die eingestreuten Doublebass-Einlagen, sowie die drückenden Riffs geben dem ganzen einen doch überraschend harten Klang. Der Titelsong wird mit Baby-Quäkerei eingeleitet und einem recht derben, wiederum OOMPH!-lastigen Sound weitergeführt. Mit „Jugend“ wird der Sound noch eine Ecke düsterer und durch ein paar elektronische Spielereien aufgelockert. Die Grundmelodie von „Sommer“ erinnert dann massiv an THE CURE, rockt recht sleazig und wird durch NO EXIT-Sänger Rio ergänzt. „Quadriga“ fährt dann ein wenig härtere Gitarren auf, welche dem Song allerdings nicht wirklich die große Wucht verleihen können. Zu gesichtslos wird hier gerockt.

Und das ist eigentlich ein gutes Fazit für „Ungebraucht Zurück“. Zwar steht JAN DORN der etwas härtere Sound recht gut, aber wirklich was rüberbringen kann das Album nicht. So unfertig und unausgereift klingen die insgesamt 13 Kompositionen. So scheint man den Gitarren nicht zuviel Kraft geben zu wollen. Allerdings versprühen die ruhigen und auch mit progressiven Ansätzen versehenen Parts auch nicht den Tiefgang, um eine gewisse Dominanz zu übernehmen. So wirken die teils cleanen, teils energischen Vocals im Gegensatz zu den sehr verspielten Piano und Elektro-Passagen und auch den eigenwilligen Gitarren-Parts wie Fremdkörper, die zu einem Song zusammengepresst werden. Auch die Produktion bringt so gut wie gar nichts rüber, klingt halt einfach nach einer etwas gesichtslosen Aufnahme.

Trotz der guten Ansätze der Demos klingt das Full Length-Debüt doch recht enttäuschend. JAN DORN wissen augenscheinlich noch nicht wirklich, wo sie hinwollen und das merkt man dem Endergebnis natürlich an. Schade!

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