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JARLE SKAVHELLEN - Beech Street

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Artist JARLE SKAVHELLEN
Title Beech Street
Homepage JARLE SKAVHELLEN
Label NETTWERK
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Der Norweger JARLE SKAVHELLEN präsentiert mit „Beech Street“ seine zweite Langrille nach dem 2018er Debüt „The Ghost In Your Smile“. War dieser Silberling sehr getragen, gibt es jetzt nicht nur akustische Wärme, sondern auch filmhaftes Pathos. Dafür ist der Singer-/Songwriter 2019 zu seinem Erste-Wahl-Produzenten Tucker Martine (MY MORNING JACKET, SUFJAN STEVENS, R.E.M.) nach Portland geflogen, wo die zwölf Tracks innerhalb von nur zwei Wochen aufgenommen wurden.

Vielleicht klingt angesichts dieses Trips in die Staaten auch der Opener „Drive“ eher nach Nevada und Kalifornien als nach Europa und Skavhellens Heimatstadt Bergen. Das nachfolgende „Lion“ berichtet mit zarten Klängen von der Angst vorm Älterwerden (sollte für den Jungspund eigentlich noch kein Thema sein), bevor „Winnebago“ Roadtrip-Vibes offeriert und „Just Not Ready To Let Go“ ein Banjo in den Fokus rückt. Der Titelsong „Beech Street“ ist eigentlich eher ein ätherisches Interludium, wohingegen „Home By 5“ extrem gechillt daherkommt und wie das beschwingte „Chrash & Burn“ bereits vorab im April 2020 auf der EP „Northern Lights“ erschienen ist. Das gleichnamige Lied findet such natürlich auch auf der Full Length und spielt mithilfe von munteren Melodien mit dem Konzept von Ebbe und Flut. „Montana“ bringt ein wenig Americana-Feeling ins Spiel, während „20 Fathoms Deeps“ einen Hauch Blues und Soul in den groovigen Sound integriert. Auf der Zielgeraden mit „Anywhere / Anyhow“ begnügt sich der Skandinavier mit einer reduzierten Instrumentierung und setzt ganz auf seine einfühlsame Stimme.

Die erinnert mich gelegentlich an die Vocals von Brian Molko, wobei die Musik von JARLE SKAVHELLEN nicht wirklich etwas mit dem Indie-Rock von PLACEBO zu tun hat. „Beech Street“ sollte ursprünglich ein fast ausschließlich akustisches Album werden, dank des kreativen Umfeldes ist daraus etwas mehr geworden – der Schöpfer des Ganzen sagt dazu: „Dieses Projekt ist mehr von allem. Die ruhigen Stücke sind ruhiger. Die großen Songs sind größer, doch die Unvollkommenheiten kommen durch. Es ist organischer und pompöser zugleich. Ich habe den Sound gefunden, auf den ich die ganze Zeit hingearbeitet habe. Das bin ich.“ – was kann man mehr verlangen?

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