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JAY BRANNAN - Goddamned

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Artist JAY BRANNAN
Title Goddamned
Homepage JAY BRANNAN
Label NETTWERK
Leserbewertung
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7.9/10 (10 Bewertungen)

Wer den semi-pornographischen Film „Shortbus“ gesehen hat, kennt bereits den New Yorker Singer/ Songwriter JAY BRANNAN, der in dem Streifen die Rolle des Ceth innehatte und auch eines seiner Lieder in dem Streifen präsentierte. Inzwischen hat der gebürtige Texaner, den es zwischenzeitlich nach Kalifornien verschlagen hatte, seine erste Langrille am Start, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

Der Silberling „Goddamned“ sei allen empfohlen, die dringend entschleunigen müssen, dazu sind die elf Songs nämlich bestens geeignet. Keine unnötige Aufregung, stattdessen geht’s mit „Can’t Have It All“ angenehm unaufgeregt los, während „Half-Boyfriend“ mit gefühlvollem Gefiedel gefällt. Seine Meinung zu „American Idol“ gibt JAY BRANNAN im Folgenden zum Besten. Wobei er mit dem ruhigen, basslastigen Stück wahrscheinlich bei Bohlen und Konsorten wenig Eindruck gemacht hätte, aber das muss ja bekanntlich gar nichts bedeuten. Nicht nur bei „A Death Waltz“ und „A First Sight“ erklimmt Jays Stimme mitunter weibliche Höhen und erinnert mich an TASMIN ARCHER, auch „Housewife“ kennt solche Höhenflüge, die begleitet werden von dezenten Streichern und akustischen Gitarren. Der Titeltrack „Goddamned“ ist wohl der ruhigste und gleichzeitig eindringlichste Vertreter des Longplayers, wohingegen „Home“ mehr Rhythmus mitbringt. „Bowlegged & Straving“ lässt zunächst eine Orgel zu Wort kommen, bevor sich verspieltes Piano-Geklimper und Gesang anschließen. Das muss auch mal reichen, dafür dürfen die Langäxte bei „On All Fours“ wieder mitmachen. Mit feinem Gegniedel holen diese auch alles nach, was sie womöglich verpasst haben und machen dann den Weg frei für den abschließenden „String-A-Long Song“. Hier wird noch ein klein wenig improvisiert, dann entlässt Mr. BRANNAN seine Zuhörer sanft in die Stille.

„Goddamned“ lässt Raum für Tagträumereien und nachdenkliche Stimmungen, ohne fiese Depressionen aufkommen zu lassen. Stattdessen laden feine Melodien und filigrane Soundstrukturen zum Zuhören genauso ein wie zum Gedanken schweifen lassen. Für verregnete Sommertage ebenso geeignet wie für faule Nachmittage in der Hängematte.

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