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JEFF BECK - Performing this Week… – Live At Ronnie Scott’s (DVD)

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Artist JEFF BECK
Title Performing this Week… – Live At Ronnie Scott’s (DVD)
Homepage JEFF BECK
Label EAGLE ROCK
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Zu JEFF BECK ein Vorwort zu schreiben, wäre, als ob man LED ZEPPELIN als Newcomer ankündigen oder CLAPTON als aufstrebenden Stern bezeichnen würde. Kaum ein anderer Gitarrist hat mit seinem Spiel die Rockszene so beeinflusst wie der Gitarren-Guru JEFF BECK. In seinen Anfängen war er bei den YARDBIRDS oder ERIC CLAPTON als Sessionmusiker tätig. Dabei war er einer der ersten und wenigen, die mit Noise oder der Fuzzbox arbeiteten, um dem eigenen Sound noch wilder zu verändern. 1967 gründete er die JEFF BECK GROUP und verhalf damit sowohl ROD STEWART als auch RONNIE WOOD zum Durchbruch. Nach dem Zusammenbruch der Band war BECK wieder solo oder als Gastmusiker unterwegs und verdiente seine Brötchen mit gelegentlichen Auftritten und einer Hand voll Alben.

Mittlerweile hat er es aber nicht nur auf CD geschafft, jetzt legt er eine beeindruckende DVD vor, die seine Live-Künste deutlich untermauert. Mit „Becks Bolero“ eröffnet er auf seine ihm typische Weise das Konzert. Gefolgt von „Eternity Breath“, hier steigt er etwas flotter ein. Aber schon mit dem vierten Stück kehrt er zu seinen Roots zurück und beweist mit „Cause We’ve Ended As Lovers“ sein Können als Sleaze-Gitarrist, nur um mit „Behind The Veil“ wieder jazzigere Töne anzuschlagen. Aber genau das ist es, was die Fans von ihm erwarten und auch lieben. Variables Spiel und Improvisation bis zur Unkenntlichkeit der Komposition. So könnte man über jeden Song dieser DVD schreiben – aber das würde den Rahmen sprengen. Nur seien einige Stücke dennoch erwähnt: das sanfte „Angel“, das wilde „Scatterbrain“ sowie das bluesige „Goodbye Pork Pie Hat“. Wer sich jetzt fragt, wo der „Sleepwalk“ oder auch „Heart full of soul“ (YARDBIRDS) bleiben – die hat BECK mal dezent ignoriert. Hier regiert fast ausschließlich seine Gitarre. Eine quasi Solo Performance mit ein paar Gästen auf der Bühne, die ihn unterstützen dürfen. Lediglich bei „Space Boogie“ gibt es ein Intermezzo am Synthesizer. Selbst ERIC CLAPTON als Gastmusiker wird recht kurz gehalten. Diese Bühne gehört JEFF allein – und da darf sich auch kein CLAPTON zu viel herausnehmen. Nicht einmal großartig gesungen wird hier. IMOGEN HEAP erhebt mal ihr Organ als Gast. Im Endeffekt gibt es fast 2 Stunden Live Performance mit tollem Ton und Bild.

Und diese 2 Stunden lassen keine Wünsche offen. Die Fans feiern ihn zu Recht, und das, obwohl er nicht wirklich aktiv auf der kleinen Bühne ist. Man konzentriert sich halt auf das, auf was es ankommt: Die Musik und vor allem das Gitarrenspiel – und darin ist BECK ganz einfach Meister.

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