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JEFF LOOMIS - Plains of Oblivion

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Artist JEFF LOOMIS
Title Plains of Oblivion
Homepage JEFF LOOMIS
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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8.5/10 (22 Bewertungen)

Damn, was ein Brett. Mal wieder… war schon die erste Solo-Scheibe „Zero Order Phase“ phasenweise stärker als einiges des vorhergegangenen NEVERMORE-Materials („EneMIES of Reality“, anybody?), so zeigt der aktuelle Brecher, dass man dem Split, besonders mit dem (vor allem live) immer mehr in Richtung Mittelmaß abrutschenden Sänger, keine Träne nachweinen sollte. Dass die sinkende Beliebtheit seiner ex-Hauptband nichts mit seinem Händchen für kompositorische Schmankerl zu tun hat, beweist der Saitenzauberer aus Seattle hier ohne Ausnahme auf 10 wirklich tollen Stücken.

Besonders das Opener-Duo “Mercurial” (feat. M. Friedman) und “The Ultimatum” (feat. T. McAlpine) sind fettes Thrash-Futter mit tollster Lead-Arbeit. Toll auch die Rhythmusgruppe, die den NEVERMORE-Riffs mal einen ganz anderen Touch verleiht und zeigt, dass Herrn Loomis‘ Kompositionen mit einem anderen Sänger und besonders einem anderen Drummer bei NEVERMORE vielleicht richtig geil und nicht nur phasenweise gut hätten klingen können… eine Schande so was. Aber egal, der blonde Virtuose hat hoffentlich mit seiner Vergangenheit abgeschlossen und braucht bei so einem Talent für tolle Metal-Bretter so bald auch keine Reunion (bitte nicht!). Neben eingangs genannten Virtuosen hat mir auch sehr das Gastspiel des ex-MEGADETHler Chris Poland (wann kommt endlich die DAMN THE MACHINE-Reunion?) auf dem getragenen „Continuum Drift“ gefallen. Musikalische Gäste hat der gute Jeff sich eh einige geladen, abgesehen vom unfassbar treibend und finessenreich aufspielenden Drummer Dirk Verbeuren (SOILWORK) sowie einer Riege von weltweit anerkannten Sologitarristen auch ein paar wenige Gaststimmen, was das Instrumental-Album dann doch ein wenig aufwertet und Abwechslung einbringt: Ihsahn von EMPEROR zerbrüll-kreischt das finster schiebende „Surrender“, da muss man einfach schmunzeln, obwohl der Refrain majestätisch-schwebend einen gekonnten Kontrapunkt setzt.

Und eine Dame namens Christine Rhoades darf auf 2 weiteren Stücken ran, wobei hier besonders das leicht vertrackte „Tradgedy and Harmony“ punkten kann …Warrel WHO? Yeah, right… Das Geschoss ist zudem noch richtig toll produziert, hat tolle Melodien im Dutzend, ist für ein 2/3-Instrumentalalbum äußerst kurzweilig und unterhaltsam und für mich neben „Dead Heart[…]“ & „Godless Endeavor“ die beste Arbeit, die der Flitzefinger bisher abgeliefert hat. Chapeau, großes Gitarren-Kino.

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