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JENNIE ABRAHAMSON - While The Sun’s Still Up And The Sky Is Bright

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Artist JENNIE ABRAHAMSON
Title While The Sun’s Still Up And The Sky Is Bright
Homepage JENNIE ABRAHAMSON
Label HOW SWEET THE SOUND
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

“While The Sun’s Still Up And The Sky Is Bright” kommt bei uns mit einem Jahr Verspätung in die Plattenläden. Daheim in Schweden konnte die Singer-/ Songwriterin JENNIE ABRAHAMSON mit ihrem zweiten Album bereits 2009 punkten, nachdem sie sich im Jahr zuvor ausgerecht ins niemals schlafende New York zurückgezogen hatte, um die Ruhe zu finden, die sie zum Schreiben ihrer Lieder benötigte. Hinter ihr lag allerdings auch eine wirklich umtriebige Zeit als ständig eingespannte Musikerin und Lehrerin an einem Gymnasium, die in einer Auszeit in einer kleinen Bäckerei von Freunden im skandinavischen Outback mündete, ehe es in den Big Apple ging.

Zurückgekommen ist sie mit einem Haufen Inspirationen, die im dunklen schwedischen Winter zu dem farbenfrohesten Longplayer führte, den JENNIE ABRAHAMSON bisher gemacht hat. Dabei ist sie allerdings den ruhigen Tönen treu geblieben – sieht man mal von der ersten Single „Late Night Show“ ab, die unter Zuhilfenahme flotter Sounds mit einem Großstadtplayboy abrechnet. Ansonsten dominieren eher reduzierte Sounds, die es wie beim Opener „I Lost My Heart“ jedoch nicht an Energie fehlen lassen. „Sister Theresa“ erinnert mich mit seinem asiatisch anmutenden Topping an KATIE MELUAs „Nine Million Bicycles In Beijing“, während „Outside Our Window“ die Füße wippen lässt. Eine Akustikgitarre und der elfenhalfte Gesang von Fräulein Abrahamson zeichnen „W 4th st/6st av“ aus, ehe rhythmusbetonte Streicher die Percussion von „Look Down Your Street“ unterstützen. Durch ihre zuckersüße Stimme bekommen Jennies Songs schnell einen fernöstlichen Touch, der sich auch beim Midtempo-Track „What Is True“ wiederfindet, während „Ätresk“ nach europäischer Manier und mit Flötentönen zu unterhalten weiß. „Leaving NY“ ist der gelungene musikalische Abschied von der Mutter aller Großstädte, dem das ebenso emotionale wie beschwingte „All I Can Think of“ folgt, bevor „I’ve Known From The Start“ die Langrille mit leisen Gitarrenklängen beendet.

Zweifellos ist der Abrahamsche Gesang ein wenig gewöhnungsbedürftig. Zu Jennies Musik passt er jedoch, und wer es gefühlvoll mag und auf übertriebenen Pathos verzichten kann, ist bei der Schwedin genau richtig.

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