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JENS LEKMAN - I Know What Love Isn’t

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Artist JENS LEKMAN
Title I Know What Love Isn’t
Homepage JENS LEKMAN
Label SECRETLY CANADIAN
Leserbewertung
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2.0/10 (9 Bewertungen)

JENS LEKMAN ist ein schwedischer Musiker, dessen Debüt-Album „When I Said I Wanted To Be Your Dog“ 2004 daheim Platz 6 der Charts erreichte. Ein Jahr später erschien „Oh, You’re So Silent, Jens“, mit dem der 31-jährige seine Musikerkarriere beinahe beendet hätte, weil ihm seine neuen Stück selbst nicht mehr gefielen. 2007 folgte das von Kritiker hoch gelobte „Night Falls Over Kortedala“, auf das es recht still wurde um Herrn Lekman. Fünf Jahre später gibt es jetzt das nächste Lebenszeichen in Full Length von ihm, das auf den Namen „I Know What Love Isn’t“ hört und weiterhin Stilelemente enthält, die aus komplexen Arrangements mit Sixties-Einflüssen, Chören und Waldhörnern bestehen.

Der Opener „Every Little Hair Knows Your Name“ startet mit behutsamen Piano-Melodien und einem zartbitteren Unterton, bis die erste Single-Auskopplung „Erica America“ eine akustische Gitarre, Trompeten und ein Glockenspiel nebst Chorgesang ins Rennen schickt. Mit einer lebhaften Klavierlinie schließt sich „Become Someone Else’s“ an, die sich auch beim folgenden „Some Dandruff On Your Shoulder“ wiederfindet. Mit hörbarer Melancholie setzt „She Just Don’t Want To Be With You Anymore“ das bittere Resümee einer gescheiterten Beziehung fort und birgt doch einen kleinen Hoffnungsstrahl am Horizont. Die Wanderklampfe verbrüdert sich derweil mit dem Tasteninstrument beim reduzierten „I Want A Pair of Cowboy Boots“, bei dem Jens mit warmen Vocals um Stiefel bittet, die ihn zu seiner Liebe zurückbringen. Tja, wenn’s denn so einfach wäre… Dann gäb’s bestimmt auch mehr von den quietschvergnügten Poprhythmen, die „The World Moves On“ auszeichnen. Weshalb der Herr mit einer Tüte Tiefkühlerbsen auf dem Boden liegt, habe ich allerdings nicht so ganz verstanden. Mit „The End of The World Is Bigger Than Love“ schwelgt der Nordmann erneut in großen Emotionen und auch der Titeltrack verpackt seine bizarren Alltagsgeschichten in den Sound, wie er in den Sechzigern aus dem legendären New Yorker Brill Buidling mit seinen 165 Musikverlagen kam. Am Ende gibt’s schließlich „Every Little Hair Knows Your Name“ noch einmal in einer zurückhaltenden, stromlosen Sechssaiter-Variante, die den musikalischen Reigen leise ausklingen lässt.

JENS LEKMAN arrangiert seine schwelgerischen Sehnsuchtsmelodien mit Klavier, einzelnen Streichern, Flöten, Saxofonen und reichlich Tamburin zu feinsinnigen Songgebilden, die trotz ihrer Komplexität elegant und federleicht durch die Luft schweben. Bisweilen erinnert das ganze auch schon mal an den jungen MORRISEY, insbesondere die Sechziger sind im Sound des Schweden jedoch sehr präsent.

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