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JEREMIHA - Where the stars scream out your name

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Artist JEREMIHA
Title Where the stars scream out your name
Homepage JEREMIHA
Label DEAD FROG RECORDS
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Man stelle sich vor, Kai Wingenfelder käme auf seine letzten FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE–Tage auf die Idee, voller Pathos und Erhabenheit A-HAs “The sun always shines on TV” zu singen. So ungefähr klingt der Sound von JEREMIHA. Die Schweden konnten mit ihrem Debüt „Too much is never enough“ aus dem Jahre 2005 weit über die Landesgrenzen hinaus einen Achtungserfolg verbuchen und veröffentlichen nun ihr zweites Album mit dem Titel „Where the stars scream out your name“. Und auch dieser Albumtitel umschreibt die Art der Musik sehr schön.

Hochfliegend geht es los mit „Camellia“, die im wahrsten Sinne des Wortes „in höchsten Töne“ von Emil Persson besungen wird. Der rock-poppige Klangteppich, den seine vier Kollegen darunter legen, erinnert wie schon erwähnt mächtig an A-HA. Für „Teen Machine“ übernehmen die Keys das Zepter und wäre da nicht Emils leidenschaftlicher Gesang würde man sich fast schon APOPTYGMA BERZERK nähern, doch mit „Clockworks“ wird es wieder deutlich rockiger. Es geht emotional und radiotauglich weiter und endlich fällt mir ein, an wen mich die ganze Chose am meisten erinnert: MIDGE URE und Hits wie „Hymn“ oder „Vienna“. Wem derartige Gefühlsüberschwang auch in Verbindung mit Elektropop-Spielereien gefällt, der wird gerne zur Single-Auskopplung „Ordinary love“ mitwippen. Auch in der zweiten Hälfte der insgesamt 10 Songs wird voller Inbrunst die ganze Welt umarmt und wenn man das eingängige „Guiding light“ oder „Far beyond the sun“ mitschmettert, reckt man automatisch die Arme gen Himmel.

Im Grunde stecken in meiner Einleitung schon alle Ingredienzien von JEREMIHA: Ein bisschen Alternative Rock, gemischt mit 80er Wave-Pop, und über allem thronend eine ausdrucksvollen Stimme, in der dieses Quäntchen nordische Melancholie mitschwingt. Wer auf große Gesten, Herz-Schmerz und wuchtige Melodieseligkeit steht (und da zähl ich mich zu) der wird hier bestens bedient.

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