Band Filter

JIM GILMOUR - Great Escape

VN:F [1.9.22_1171]
Artist JIM GILMOUR
Title Great Escape
Homepage JIM GILMOUR
Label PROGROCK RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Wer SAGA kennt, der kennt auch JIM GILMOUR. Bei den Kanadiern ist der gebürtige Schotte als Keyboarder tätig und wie der Zufall es wollte, traf er im Studio der Plattenfirma deren Chef Shawn Gordon, während er die Keyboard-Soli für Henning Paulys Rockoper „Babysteps“ einspielte. Mr. Gordon war der Meinung, dass die Zeit für ein Solo-Album gekommen sei und ganz offensichtlich hatte Jim genug Ideen in Kanadas Wildnis gesammelt, die er in fünf Instrumentals und ebenso vielen Gesangsstücken umsetzen konnte.

Den Anfang macht „No Sign“, dem man die langjährige SAGA-Zugehörigkeit des Vortragenden einwandfrei anhört. Zusätzlich bekommt der Song jedoch eine eigene Note, indem der Tastenheld einige Jazz-Versatzstücke hinzufügt. Spannenden Progrock erwartet den Hörer mit „Algonquin“, das auf Vocals verzichtet und ein wenig wie der Soundtrack zu einem Avantgarde-James-Bond-Film klingt. Dass der Keyboarder durchaus gut bei Stimme ist, beweist er auf „Lost Along The Way“, das wieder ruhiger daherkommt und stärker auf Keyboardvariationen setzt. Die gleichen Elemente beherrschen „Killarney Sunrise“, wieder mit einer Prise Jazzpiano gewürzt. Zweifelsohne ist JIM GILMOUR an den Keys zuhause, diesem Instrument widmet er in seinen Songs den meisten Spielraum, so auch bei der Ballade „The Northwind“, bei der er gesanglich von Corrina Tofani unterstützt wird. Bei „Radiant Lake“ bricht eine Kombination aus Jazz und Siebziger-Jahre-Krimiserien-Mucke durch, ganz abstruser Mix, aber nicht ohne Witz! Hingegen ist „Carden Isle“ eine Piano-Improvisation, wahrscheinlich hat der Herr Künstler sich hier einen Traum erfüllt, mal einfach seinen Fingern freien Lauf auf den weißen und schwarzen Tasten zu lassen. „Wasteland“ bedient einmal mehr große Gefühle, während „Canoe Do It“ wieder zum reinrassigen Progrock zurückfindet. Für „Lost Portage“ versicherte er sich nochmals der Hilfe von Miss Tofani, um einen stimm- und soundgewaltigen Abschluss hinzulegen.

Wenn jemand was vom Progressive Rock versteht, dann ein Musiker wie Jim GILMOUR und entsprechend ausgereift ist auch „Great Escape“, das er der „großartigen kanadischen Wildnis“ gewidmet hat. Der Solo-Silberling ist dabei kein bloßer Abklatsch des bekannten SAGA-Sounds, sondern ein eigenständiges Werk mit interessanten Ecken und Kanten.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu JIM GILMOUR