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JIM KROFT - Lunatic Lullabies

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Artist JIM KROFT
Title Lunatic Lullabies
Homepage JIM KROFT
Label EMI
Leserbewertung
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6.7/10 (6 Bewertungen)

„Lunatic Lullabies“ ist bereits das dritte Album des Schotten mit Wahlheimat Berlin, dem man beileibe nicht vorwerfen kann, untätig im heimischen Edinburgh rumgesessen zu haben. Zunächst ist er 2002 auf den Spuren von PRIMAL SCREAM und TRAVIS aus dem hohen Norden des britischen Eilands an die Themse gezogen, um dann fünf Jahre später sein Leben in einen Van zu packen und seine Zelte in der Bundeshauptstadt aufzuschlagen. Wenn er denn nicht gerade unterwegs ist und tourt – zum Beispiel mit MARTIN & JAMES, PEACHES, AIRBORNE TOXIC EVENT, LIVINGSTON, THE PUSHER, ANNA CALVI und SUNRISE AVENUE:

Und jetzt also der dritte Streich aus dem Studio, der mit dem treibend-eingängigen „See How The Darkness Grows“ die Richtung erkennen lässt. Indie-Songwriting englischer Prägung trifft auf elektronische Versatzstücke, die alsbald in Ohr und Bein gehen und sich auch im gefühlvollen „I Hope You Know“ wiederfinden. Mit dezentem Schwung schließt sich das rhythmusbetonte „Through My Weekness“ an, bevor sich den Radiostationen das wippende „Tell Me (Where To Begin)“ als erste Singleauskopplung empfiehlt. Bei „The Hooligan Army“ übernimmt die Elektronik das Sagen und schickt den Hörer zurück auf den Dancefloor, während „Threads“ zunächst mit ruhigen Hertbeats startet, um dann mitsamt Falsettgesang langsam aber sicher Fahrt aufzunehmen. Die Midtempo-Nummer „There’s Something Missing“ lässt an die Kollegen von MUSE denken und „The Loneliness of The Vampire“ entpuppt sich als echter Power-Popper, ehe „Celebrate“ mit angezogener Handbremse androgyne Sounds durch die Boxen pumpt. „Bye Bye The Elbe“ schlingert derweil mit allerlei Krautrock-Accessoires Richtung „Memory Lane“, wo erneut die Emotionen in den Himmel schießen. Mit Handclaps und Orgel-Klängen markiert „Dreaming To Some Purpose“ schließlich die Zielgerade, auf der noch einmal Bewegung ins Geschehen kommt.

„Lunatic Lullabies“ ist eingängig, aber nicht beliebig. Locker-leicht haut der Mann, der schon früh die Musik genutzt hat, um seine Gefühle zu kanalisieren, stattdessen seine zwölf Lieder raus, die allesamt Radiotauglichkeit besitzen und dabei auch beim mehrfachen Hören nicht langweilig werden, wenn es denn melodieseliger Indie-Stuff mit elektronischen Sidekicks sein darf.

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