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JIM KROFT - The Hermit & The Hedonist

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Artist JIM KROFT
Title The Hermit & The Hedonist
Homepage JIM KROFT
Label R.D.S.
Leserbewertung
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9.0/10 (3 Bewertungen)

Beim Namen JIM KROFT war bei mir ganz schnell eine Assoziation zu Jim Knopf da. Nun hat der dunkelhäutige Kollege von Lukas dem Lokomotivführer natürlich überhaupt nichts mit dem gebürtigen Schotten zu tun und eigentlich hätte ich genauso gut an Lara Croft denken können, aber offensichtlich ist mir die Augsburger Puppenkiste näher als irgendwelche Computerspiele. Kommen wir deshalb lieber wieder zurück zu dem Wahl-Berliner, der mit „The Hermit & The Hedonist“ seine zweite Langrille in die Plattenläden gebracht hat.

Geboten wird eingängiger Pop, mit dem es Mr. Kroft auch schon ins Radio geschafft hat. Bereits im Frühjahr wurde der Opener „Memoirs From The Afterlife“ als Vorab-Single vorgestellt und rotierte auf vielen Sendern. Auch die zweite Single „The Jailer“ läuft aktuell häufiger über den Äther. Nach dem opulenten Songwriting der erster Veröffentlichung, das sich auch im emotionalen „Modern Monk“ wiederfindet, gibt Jim hier rhythmusbetont Gas und bittet auf den Dancefloor, wenngleich er eigentlich eher ein Mann der leisen Töne ist, wie das folgende „I’m Born Too Late“ unter Beweis stellt. Mitunter kommt es wie beim beschwingten „Waiting For A Headline“ aber auch schon mal zu eruptiven Entladungen, denen sich mit „Ulysses“ butterweiche Streicher anschließen. Mit dem lebhaften „Canary In the Coalmine“ zeigt JIM KROFT sein Singer-/Singwriter-Können, bevor der Handclap-Song „Bleeding Into Bohemia“ übernimmt. „Haiku“ beschränkt sich derweil auf das Wesentliche und zielt in Slow Motion auf des Hörers Herz, ehe mein Favorit „Daylighr“ noch mal Tempo macht. Am Ende beschließt jedoch mit „Morning Breaks“ ein ruhiger Vertreter das Album, bei dem der Himmel voller Geigen hängt und die großen Gefühle gar nicht mehr enden wollen.

Wenn es jetzt draußen wieder kälter und ungemütlicher wird, empfiehlt sich JIM KROFT mit seinem Zweitling „The Hermit & The Hedonist“, um zumindest die geschundene Seele zu wärmen. Für meinen Geschmack hat der Herr hier und da ein wenig zu dick aufgetragen, wer aber auf emotionale Sounds mit viel Tamtam steht, wird hier bestens bedient.

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