Band Filter

Request did not return a valid result

JOB FOR A COWBOY - Ruination

VN:F [1.9.22_1171]
Artist JOB FOR A COWBOY
Title Ruination
Homepage JOB FOR A COWBOY
Label METAL BLADE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Mein lieber Scholli! Was für ein brutalistisches, böse knatterndes Maschinengewehrfeuerwerk aus der infernalischen Fegefeuer-Vorhölle von JOB FOR A COWBOY! Es ist kaum zu glauben. Man schmeißt „Ruination“ an und glaubt, die Band habe sich um astronautische Lichtjahr-Dekaden weiterentwickelt. Dagegen ist das offizielle Label-Debüt „Genesis“ ein Witz, den man sich im metallischen Greenhorn-Kindergarten erzählt. Das kann doch nur einer mehr oder minder transzendenten Verschwörung eines neuen musikalischen Sadomasochismus nach Marquis de Sade geschuldet sein. Ähnlich wie seine Philosophie ist „Ruination“ ein systematisches Desensibilisierungsprogramm, das fast schon zur Aufhebung von gewohnten Knüppelmaßstäben führt. Mit „Ruination“ wird eindrucksvoll demonstriert, wie lupenreiner Todesstahl der modernen Machart zu klingen hat.

Das gesamte von Leichen gepflasterte Totenkopfpflaster ist einfach so viel bitterböser, so viel grooviger, so viel mehr Death Metal, so viel tödlicher schlichtweg! Die Blasts sind heftiger, die Double-Bass weitaus wohl dosierter und der Mix aus sägenden Gitarren und Ganzarm-Akkorden griffiger und markerschütternder. Man entfernt sich von der verrückten Vertracktheit des Vorgängers, verzichtet auf trendige Deathcore-Anbiederungen und setzt anstelle dessen auf straighten Technical-Death der eigenwilligsten Art; denn, wenn JOB FOR A COWBOY nichts verloren haben, dann ist es ihre Identität wie Individualität. Sie bleiben unkonventionell trotz Kursänderung. Darüber hinaus sorgt auch der wärmere Sound für ein etwas brillanteres Hörvergnügen. Statt bakterienfreier Krankenhaus-Zimmerluft pfeffert man den Hasen mit echtem Gewürz, statt künstlichem Aroma. Recht so. Die Technokratie hat man weiterhin im Blick, doch legt man sein Hauptaugenmerk dieses Mal mehr auf die Songintensität, denn auf Progressivität und überfordernder Synkopierung und wirren Breaks.

Man kann – angefangen bei „Unfurling A Darkened Gospel“ bis hin zum Schlusspunkt „Ruination – einfach keinen echten Hit oder wirklich herausragenden Titel benennen, da ein jeder auf seine Weise herrlich im Sinne des todesmetallischen „Bete und arbeite“ prügelt. Lediglich letzt genannter fällt ein bisschen aus dem Rahmen: ungewöhnlich doomig, sludgig und treibend. Eher schwarzmetallisch als todesmetallisch, dennoch nicht minder cool. Aber wozu die ganze journalistische Danaidenarbeit? Lasst es von Feldern aus Wacken erklingen: „Mosha et labora et audi, JOB FOR A COWBOY adest sine mora“ („Moshe und arbeite und lausche, JOB FOR A COWBOY hilft ohne Verzug“).

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

JOB FOR A COWBOY - Weitere Rezensionen

Mehr zu JOB FOR A COWBOY