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JOE BONAMASSA - Driving Towards The Daylight

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Artist JOE BONAMASSA
Title Driving Towards The Daylight
Homepage JOE BONAMASSA
Label MASCOT
Leserbewertung
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9.8/10 (9 Bewertungen)

Wenn es im Moment einen Musiker gibt, der den Titel „Arbeitstier“ verdient, dann ist das wohl JOE BONAMASSA. Nicht nur, dass er in schönster Regelmäßigkeit Studioalben veröffentlicht, brachte er zwischendrin noch ein Live-Album heraus und tobt sich dann noch bei der BLACK COUNTRY COMMUNION aus. Und dabei sei gesagt, dass es sich bei jeder Veröffentlichung um hochkarätige Alben handelt und nicht 1-mal Ausschuss dabei war, der den Fans nur das Geld aus der Tasche ziehen sollte. Wie viel Kreativität steckt eigentlich in diesem Ausnahmekünstler?

Nach dem Hören von „Driving Towards The Daylight“ kann ich nur feststellen: Verdammt viel! Schon der Anfang macht deutlich, was auf den Hörer zukommt. Fett groovende Gitarren, Orgel-Sounds und ein Rhythmus, der zum Mitwippen einlädt. Dazu ertönt dann in der Mitte des Stückes ein klassisches Solo an der E-Axt. Insgeheim keimt die Hoffnung, dass das Album so weitergehen möge. Und so ist es auch. Wenngleich das folgende „Stones in My Passway“ etwas „funky“ einsteigt, wird es schnell wieder rockig und überzeugt auch hier mit den markanten BONAMASSA-Riffs. Der erste richtig große Kracher folgt dann mit dem Namensgeber dieser CD. Denn eben dieser ruhige Blueser überzeugt durch Piano, dezente Gitarre und einen gewissen authentischen Charme. Tempowechsel, Dynamik und ein emotionaler Text. Für mich DAS Highlight der Platte. Später folgen dann noch weitere klassische Rocker wie „Who’s Been Talking?“, lockere Blues-Nummern, und mit „A Place in My Heart“ ein Stück, das anfänglich an GARY MOOREs „Parisienne Walkways“ erinnert, dann aber ein waschechter BONNAMASSA wird und mit einigen Killerriffs diesen ruhigen Song fest in die Ohren einbrennt. Selbst die dezenten Bläser harmonieren. Ich könnte an dieser Stelle über jedes der Stücke schwärmen. Egal ob sie hart rocken, im Blues oder Funk wildern: Es passt einfach alles zusammen. Es ist wieder einmal typisch JOE. Und wo BONAMASSA drauf steht, stimmt letztlich auch der Sound.

Ich betone diese letzten Sätze besonders. Denn hier wird eigentlich „nur“ das geliefert, was man erwartet oder erhofft. Nicht mehr und nicht weniger. JOE lebt den Blues, JOE ist der Blues. Und wenn man seinen Stil mag, wird man das Album auch lieben. Hier Kritik zu üben wäre, als ob man BUDDY GUY kritisieren würde, weil er noch immer noch Gitarre spielt. Ob es nun innovativ ist, sei dahingestellt. Hier regieren Spielfreude und Spaß an der Musik. Und das ist es, was für mich bei JOE BONAMASSA zählt.

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