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JOE BONAMASSA - Live from New York Beacon Theatre (2-CD)

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Artist JOE BONAMASSA
Title Live from New York Beacon Theatre (2-CD)
Homepage JOE BONAMASSA
Label MASCOT
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Ich erinnere mich noch dunkel, beim Release von „Driving Towards The Daylight“ darüber gesprochen zu haben, dass JOE BONAMASSA den Titel „Arbeitstier“ verdient. Und schon flattert das nächste Release ins Haus. Es handelt sich um zwei Stunden Live-Material, aufgenommen am 5. November 2011 im historischen BEACON THEATRE in New York.

Für den akustischen Einstieg in das Konzert sorgt der „72nd St. Subway Blues“ als Intro. Und an der Soundkulisse des applaudierenden Publikums hört man, wie voll das Beacon Theatre gewesen sein muss. Jedoch wird das Oratorium gleich wieder still, als das Schnaufen einer Dampflok die Einfahrt des „Slow Train“ ankündigt, und das nur, um den „Cradle Rock“ mit sich zu ziehen. BONAMASSA beweist gleich bei den ersten Songs, dass er nicht nur im Studio gut klingt, sondern auch live seinen Sechssaiter beherrscht. Eines der richtig großen Stücke kommt dann auch mit „Midnight Blues“. Bei dem beseelten Spiel dieses ruhigen Bluesers hört man kein Geräusch aus den Rängen. Das Publikum scheint verzaubert zu sein. Und spätestens ab 3:30 im Song zeigt Joe einmal mehr, wie viel Blues in ihm schlummert. Was für ein Solo! Später am Abend begrüßt BONAMASSA noch BETH HART auf der Bühne. Bekannt geworden aus dem Musical „Love Janis“ (sie spielt dort die Rolle der JANIS JOPLIN), singt sie zusammen mit Joe „I’ll Take Care Of You“ und auch „Sinner’s Prayer“. Und wenn man die Dame so hört, kann man sie sich auch wirklich in der Rolle der JANIS vorstellen. Apropos Gäste: Während JOE BONAMASSA in unseren Landen nicht wirklich über den Status des Geheimtipps hinauskommt, gilt er in den USA als ganz Großer. Das wird spätestens dann klar, als er zusammen mit PAUL RODGERS zwei Songs von FREE performed. „Walk In My Shadows“ und das fantastische „Fire And Water“ werden vom Publikum gefeiert. Schade, dass nicht auch noch „Rider On A Pony“ gespielt wurde – aber man kann ja nicht alles haben. Was man jedoch haben kann, und auch hat, ist ein Klang, der eines BONAMASSA-Albums würdig ist. Band und Gesang sind immer sauber und klar produziert und auch das Publikum geht nicht im Einheitsbrei unter.

Ich schätze mal, jeder BONAMASSA-Fan wird das Album auf der Einkaufsliste haben und wird auch nichts falsch machen. Top Songauswahl und guter Sound sorgen für viel Spaß. Anhänger des Blues, die BONAMASSA noch nicht kennen, sollten auf jeden Fall einmal reinhören. Ihr verpasst wahrscheinlich etwas. Tolles Live-Werk!

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