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JOE SATRIANI - The Elephants of Mars

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Artist JOE SATRIANI
Title The Elephants of Mars
Homepage JOE SATRIANI
Label EAR MUSIC
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JOE SATRIANI gilt als der erfolgreichste Gitarrist der Gegenwart. Der US-Amerikaner begann im Alter von 15 Jahren, sich selbst das Gitarrespielen beizubringen; für kurze Zeit erhielt er auch Unterricht beim renommierten Jazzpianisten Lennie Tristano. Noch interessanter ist allerdings, wer alles bei ihm das Saitenzupfen gelernt hat: da haben wir u.a. Kirk Hammett (später bei METALLICA), Tom Morello (RAGE AGAINST THE MACHINE, AUDIOSLAVE), Larry „Ler“ LaLonde (POSSESSED und später bei PRIMUS), Alex Skolnick (TESTAMENT) sowie Steve Vai, der ebenfalls einer der bekanntesten Gitarristen werden sollte. Der heute 65-jährige weiß also nicht nur, wie es geht, sondern kann sein Wissen auch anderen Talenten vermitteln. Mehr als sechs Millionen Tonträger hat der Glatzkopf inzwischen verkauft und es werden wohl noch ein paar hinzukommen, denn mit „The Elephants of Mars“ kommt eine neue Langrille in die Plattenläden.

Wenn ich mich nicht verzählt habe, ist es Studioalbum Nr. 19 und dass die Fans sehnsüchtig auf neuen Output warten, zeigt allein schon der Umstand, dass das Video zur ersten Single „Sahara“ seit seiner Premiere am 19.01.2022 bereits mehr als 1,9 Mio Klicks bekommen hat. Die Nummer eröffnet auch den Longplayer und lässt mit seinem hypnotischen Sound nur Gutes erwarten. Um es vorweg zu nehmen: es gibt unter den 14 Tracks auch keine Enttäuschungen, wohl aber jede Menge Abwechslung. So zeigt die aktuelle Single „Pumpin“ die funkige Fusion-Party-Seite der Band, während das geheimnisvolle „Doors of Perception“ einen orientalischen Touch hat. Eine weitere Vorab-Auskopplung ist das melancholische „Faceless“, wohingegen beim knackigen „Through a Mother’s Day Darkly“ nicht nur die Langäxte singen, sondern (von Ned Evett) auch seltener Sprechgesang zu Gehör gebracht wird. Zu den härteren Vertretern zählt auch der Titeltrack „The Elephants of Mars“, der im Mittelteil sphärische Züge zwischen Prog und Rock-Oper annimmt, um dann wieder in die Vollen zu gehen. Beinahe episch kommt „22 Memory Lane“ daher und „Dance of The Spores“ ist geradezu opulent ausgefallen. Dagegen wirkt das finale „Desolation“ fast wie eine Verbeugung von PINK FLOYD und „Blue Foot Groovy“ ist eine erstklassige Blues-Reminiszenz, auf die mit „Tension And Release“ sowie „Sailing The Seas of Ganymore“ schwurbeliges Gegniedel folgt, das dank „E 104th St NYC 1973“ einen jazzigen Anstrich bekommt. Mit „Night Scene“ geht es derweil temperamentvoll ins nächtliche Getümmel – hier dürfen sich auch die beiden Keyboarder Rai Thistlethwayte aus Australien und der Franzose Eric Caudieux ordentlich austoben.

Letzterer war auch als Produzent involviert. Außerdem mit von der Partie: Kenny Aronoff an den Fellen und Bryan Beller am Stahlsaiter. Dass man es bei einem Album von JOE SATRIANI ausschließlich mit versierten Musikern zu tun hat, bedarf vermutlich keiner besonderen Erwähnung. Satriani selbst ist eh über jeden Zweifel erhaben und ein virtuoser Six-String-Gott, dem auch in Sachen Songwriting so schnell niemand was vormacht. Das hat der Mann mit „The Elephants of Mars“ einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

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