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JOE STRUMMER & THE MESCALEROS - Streetcore

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Artist JOE STRUMMER & THE MESCALEROS
Title Streetcore
Homepage JOE STRUMMER & THE MESCALEROS
Label HELL CAT
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Heaven was calling. Joe Strummer hat die Frage danach, ob er bleiben oder gehen soll, nun endlich beantwortet, sein Vermächtnis fand indes noch zu Lebzeiten zur Vollendung. “Somewhere in my soul/There’s always rock n roll“ heißt es nun, als gelte es noch, das zu beweisen.

Mit den MESCALEROS hat STRUMMER seit dem Ende von THE CLASH noch jahrelang Platten abgeliefert, weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Auch ich bekam den einen oder anderen Song mit, ohne mich jemals näher mit der Sache zu beschäftigen. Jetzt liegt „Streetcore“ im Spieler und es treibt einem beinahe die Tränen in die Augen. Zum einen, weil sich hier eine ganze Platte voll wunderbarer Songs findet: Der jubilierende Pop von „Coma Girl“ und die große Geste von „Arms aloft“, die beinahe-Hymne „Ramshackle Day Parade“ und das mehr stolz als wild lodernde Feuer der Springsteen-Verbeugung von „Burnin Streets“. Sogar der alte Wandergitarrenklampfer „Redemption Day“ weiß in STRUMMERs spartanischer Version zu rühren – obwohl das genau so an hunderten von Lagerfeuern täglich dargeboten wird. Das alleine würde schon reichen, doch was einen endgültig zum Verzweifeln bringt ist der schreiende Unterschied zum letzten Werk eines FREDDY MERCURY: Hier werden keine brüchigen Worte aus dem Rollstuhl geformt, hier geht es nicht um Abschied und Verfall. Die Hand greift sicher die Gitarrensaiten und die Stimme ist warm und sicher und jede Note, jeder Akkord, jede Textzeile ist so voller Leben, dass man es kaum aushält.

Bestimmt wird es nun 10 CD-Boxen voll mit Studio-Outtakes, Alternativversionen und verlorengegangen „Schätzen“ geben, man wird diesen Mann in Diplomarbeiten zum Phänomen erklären. Doch wer der Essenz Strummers näher kommen will, der braucht nur dieses Album. „Somewhere in my soul/There’s alwasy rock n roll“. Man hätte es ihm auch so geglaubt, doch man ist dankbar für jeden Augenblick.

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