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JOEY SUMMER - Written On The Horizon

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Artist JOEY SUMMER
Title Written On The Horizon
Homepage JOEY SUMMER
Label AVENUE OF ALLIES
Leserbewertung
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9.4/10 (5 Bewertungen)

Der brasilianische Musiker JOEY SUMMER hat die Musik bereits mit der Muttermilch eingesogen, als Kind einer Opernsängerin lernte er früh, mit seiner Stimme umzugehen. Nach den ersten Rockmusik-Tönen, die ihn berührten, spürte er, dass dies seine Musik sein würde und er begann, die ersten Songs zu komponieren und in Bands zu spielen. Bis er schließlich im Alter von 14 Jahren zusammen mit seinem Bruder seine erste eigene Formation gründete. Fortan beschritt er eine Karriere als Profimusiker und Songwriter. Über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde Joey mit den Rockformationen KARMA und ARENA. Letztere war Grund für das Zusammentreffen mit dem Keyboarder Daniel Lamas, welcher auch auf dem vorliegenden Album in die Tasten greift und dem Background eine Stimme gibt.

„Written On The Horizon“ ist das erste englischsprachige Album dieses Musikers, der darauf einen wohlklingenden Mix aus hardrockigen Eigenkompositionen und ausgewählten Coverstücken anderer Rockbands vorstellt. Mit den Coverversionen bieten ihm international bekannte Musiker gleichzeitig ihre Unterstützung und wirken zum Teil als Gastmusiker mit. So zupft beispielsweise JADED HEART-Bassist Michael Müller den Bass bei Michael Bormanns Titel „Anymore“, einem Antikriegssong, der mit dem Kommentar eines Kriegsreporters und Kampfgeräuschen im Hintergrund beginnt, um dann mit stampfenden Groove (vielleicht etwas schneller als das Original) an die Wirrnisse der Menschheit zu erinnern. Und die Schweden Göran Edman (STREET TALK) und Frederik Bergh (STREET TALK, BLOODBOUND) sind bei den Tracks „Don’t Believe“ und „Tables Turning“ mit von der Partie. Beide Songs im klassischen Rhythmus der 80er Jahre mit einer Taktrate, die den Körper aufrüttelt und den Geist abschweifen lässt. Mit „Rough Ride To Paradise“ stammt ein vierter Fremdtitel aus der Feder des ehemaligen EUROPE-Gitarristen Kee Marcello. Den vier Coverversionen stehen die Eigenkompositionen aber in nichts nach. Hämmernde Bässe und Drums, spritzige Gitarrensprenkel, dahingleitende Keyboardsequenzen, dominanter Gesang mit unterstützendem Backgroundchor gehören nun mal zum Vokabular und kommen in den unterschiedlichsten Varianten ins Spiel. Voluminös und mächtig wird der Silberling mit “Rise Up” eröffnet. Hymnengleich wird der Titelsong gestartet, um schließlich zu explodieren, um im gemäßigten Tempo den Gesang, die Gitarren- und Keyboardsoli durchklingen zu lassen. “Lorea” beginnt mit sanftem Harfenklang und erinnert an eine „Wassermusik“ bevor es kraftvoller in den Hardgroove eintritt. “Beating” und „Brand New Day“ sind Roller in mittlerem Tempo, welche den Körper durchschütteln lassen. Langsamer geht’s schließlich noch mit den Balladen “It’s Only Your Love” und “I’ll Never Be Alone”, die ihre Botschaft beginnend mit Piano und Gitarre und mit viel Melancholie, aber dennoch kraftstrotzendem Gesang und Sound an die Fans bringen.

Tougher Sound, der das Gefühl der 80er Jahre am Leben hält und würdiger Nachfolger der einstigen Größen dieses Genres ist. Viele Synonyme verweisen auf dieses Genre und meinen letztendlich alle dasselbe, sei es Hardrock, Mainstream, Melodicrock oder Adults Only Rock. Bands wie die SCORPIONS, BON JOVI, WHITESNAKE, EUROPE oder DEF LEPPARD, die ihren Teil zu diesem Genre beigetragen haben, sind immer noch auf den Bühnen und erst recht im Radio anzuhören. Kein Wunder, dass sich immer neue Fans und Liebhaber zu dieser Musik finden, unter ihnen auch Musiker wie Joey Summer und Daniel Lamas, die nichts anderes wollen, als professionell genau solche Musik zu machen. Einfach nur zurücklehnen und genießen… Okay, Luftgitarre ist auch erlaubt.

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