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JOHANNES DEES - Move On Move On

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Artist JOHANNES DEES
Title Move On Move On
Homepage JOHANNES DEES
Label EIGENPRODUKTION    
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Der Augsburger Musiker JOHANNES DEES veröffentlicht dieser Tage sein Album „Move On Move On“, das er gemeinsam mit seinen musikalischen Wegbegleitern und Freunden Samuel Fischinger (Gitarre), Catherine Rochat (Gesang), Andy von Treuberg (aka Andrew Ranson – Gesang), Pit Kinzer (EWI – Electronic Wind Instrument) und Jan Fritsch (Perkussion) aufgenommen hat. Der Longplayer ist nach Aussage seines Schöpfers eine Metapher des sich Voranbewegens, Vorwärtsstrebens, der Entwicklung, des sich Herantasten ebenso, wie den Rausch der Geschwindigkeit betreffend.

Hört man beim instrumentalen Opener „Contemporaty Vibes“ noch angenehme Anklänge des „Peter Gunn Theme“ durch, nerven beim nachfolgenden „Grooveyard“ insbesondere die seltsam akzentuierten Vocals. Um das Ganze noch ein bisschen schlimmer zu machen, wird ausgiebig elektronisch gefrickelt. Grundsätzlich empfinde ich die Songs als weniger anstrengend, wenn nicht gesungen wird – da ist es auch ziemlich egal, wer den Gesangspart gerade innehat. Okay, dieser Zwiegesang zwischen Johannes und Catherine auf „Tinted Lashes“ ist vielleicht doch noch ne Spur nerviger und eindeutig habe ich nach ein paar Tracks auch eigentlich keinen Bock mehr weiter zuzuhören. Ein kurzer Blick auf die Rückseite des Digipaks lässt mich kurz glauben, der Silberling enthielte nur fünf Songs, ein weiterer Blick macht jedoch klar, dass hier schlicht die Namen der beteiligten Musiker abgedruckt sind. Also halte ich tapfer weiter durch und kämpfe mich durch 17 Stücke mit insgesamt gut 70 Minuten Spielzeit, die sich für meine Ohren reichlich zäh gestalten.

Und so stellt sich bei mir auch schlicht Erleichterung ein als endlich der letzte Ton verklungen ist. Ich habe es wirklich versucht, aber mit diesem Elektro-Geschwurbel bin ich nicht warm geworden. Auch die Texte haben mit ratlos zurückgelassen. Ich bin dem Herrn JOHANNES DEES wohl intellektuell einfach nicht gewachsen, dabei sagt er doch über sich selbst, dass er durch jahrzehntelanges Training im Umgang mit Sprache und Musik befähigt sei, die Synergie aus beidem in Formen zu artikulieren, die den Nerv der Zeit und die Seele des Menschen treffe. Kritisches Denken und Interesse für Analytisches einerseits, sowie mit den Situationen des Lebens wachsende Empathie andererseits, bildeten die Grundlage für seine aktuelle künstlerische Arbeit – so Dees Erklärungen zu „Move On Move On“. Gleichzeitig stellt er seinen Leistungskatalog bestehend aus persönlichen künstlerischen Anwendungsbereichen (Konzerte, Auftritte, Wortpublikationen) und Auftragsarbeiten (Sprechgesang, Widmungskonzepte, Mitarbeit an engagierten Kulturprojekten) zur Disposition und verweist auf sein aktuelles Leistungsverzeichnis und die damit verbundene Honorarstruktur, die er auf Anfrage gern zur Verfügung stellt. Lasst mich kurz überlegen… Nein, ich habe keinen Bedarf und ich muss zudem des Künstlers Hoffnung enttäuschen: mich hat „Move On Move“ keinesfalls inspiriert.

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