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JOHNNIE ROOK - Rabatz

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Artist JOHNNIE ROOK
Title Rabatz
Homepage JOHNNIE ROOK
Label RÜGENCORE
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Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Die Band heißt JOHNNIE ROOK, nicht wie man bei schnellem Punk und Rock’N’Roll, dem sich der Berliner Fünfer verschrieben hat, denken könnte, JOHNNIE ROCK. Eine Saatkrähe symbolisiert also das Freidenkertum der JOHNNIE-ROOK-Mitglieder, tja warum auch nicht, wenn denn die Mucke dazu passt…

Damit ich mir genau davon ein Bild machen kann, habe ich den dritten Longplayer der Hauptstädter in meinen CD-Player geschoben und lausche dem schnellen Punkrock, der mich über rund 45 Minuten erwartet. JOHNNIE ROOK starten zunächst mit einem englischsprachigem Stück namens „Put Your Gun Down“, genauso gern bedient sich Sängerin Franziska jedoch auch ihrer Muttersprache. Das sind dann auch schon fast die wesentlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Tracks, denn irgendwie wird durchgängig auf dem gleichen rasanten Level „Rabatz“ gemacht, was spätestens beim vierten oder fünften Lied langweilig wird. JOHNNIE ROOK verstehen es zweifelsohne, Tempo zu machen, allerdings bleibt dabei die Abwechslung deutlich auf der Strecke. Mit „After All“ hat das Quintett dann gegen Ende zwar noch eine Rock’N’Roll-Ballade im Angebot, die gefolgt wird von einem schrägen Spaß-Punksong, der den Titel „Jule“ erhalten hat, bevor beim Hidden Track ausgiebig gerülpst, gekotzt, gelabert und sogar eine Kinderschar kommt zu Gehör, aber so recht will der Funke bei mir nicht überspringen. Man muss wohl schon ein oder zwei Bier aufhaben, um bedingungslosen Spaß an der Truppe zu finden.

Überhaupt kommen JOHNNIE ROOK vermutlich am besten, wenn man den Herrschaften um Fräulein Franziska mit einem Pils in der Hand live begegnet. Als Konserve konnten sie mich jedenfalls nicht endgültig begeistern. Technisch einwandfrei, aber für die Kür fehlt das gewisse Extra und sorry, der deutschsprachige Gesang klingt dann doch eher altbacken. Aber eine Saatkrähe ist ja auch kein majestätischer Adler…

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