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JONATHAN JEREMIAH - A Solitary Man

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Artist JONATHAN JEREMIAH
Title A Solitary Man
Homepage JONATHAN JEREMIAH
Label ISLAND
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.0/10 (2 Bewertungen)

Fast ein ganzes Jahrzehnt feilte JONATHAN JEREMIAH an seiner Musik, einer urbritischen Mischung aus Folk und Retro-Soul. Jetzt veröffentlicht der 29-jährige Londoner mit indischen, irischen und britischen Wurzeln sein Debüt-Album „A Solitary Man“ mit elf zeitlos-schönen Songs, die musikalisch an NICK DRAKE & Co., aber auch MARVIN GAYE oder BILL WITHERS erinnern.

Jeremiahs Soul-Bariton weckt in der Tat Erinnerungen an die Sechziger und Siebziger. An die großen Tage des Motown und beschwingte Westcoast-Sounds. Los geht’s jedoch mit „If You Only“ und dezenten Streichern, die zu einem 24-köpfigen Orchester gehören, bevor mit „Heart of Stone“ schließlich waschechter Motown mit viel Groove auf dem Programm steht. Die Vorab-Single „Happiness“ gefällt ebenso wie das sich anschließende „Lost“ mit dezenten, zauberhaften Melodien, während „That Same Old Line“ auf den schrägen Fantasy-Filmklassiker „Talon im Kampf gegen das Imperium“ aus 1982 zurückgeht. Ruhige Töne schlägt Jeremiah bei „How Half-Heartedly We Behave“ an, ehe „See (It Doesen’t Bother Me)” erneut in Bläsern und Streichern schwelgt. Der von einer 90-jährigen Großtante inspirierte Titeltrack „A Solitary Man“ präsentiert sich zurückhaltend und mit reduzierter Instrumentierung, bevor „Never Gonna“ den Spirit der MAMAS & PAPAS versprüht. „Justified“ gehört zu den eher nachdenklichen Nummern des Silberlings, der mit „All The Man I’ll Ever Be“ mit herzerweichendem Motown schließt.

Mitunter klingt JONATHAN JEREMIAH wie der junge TOM JONES, dabei wollte er als 14-jähriger doch viel lieber JEFF BUCKLEY nacheifern. Im Laufe der Jahre hat er seinen souligen Tieftöner dann aber doch lieben und schätzen gelernt und so wird es auch wohl seinen Zuhörern gehen, die sich auf orchestralen Singer-/Songwriter-Pop mit einer gehörigen Portion Motown-Soul freuen dürfen. Seinen Erstling „A Solitary Man“ hat der Brite übrigens in Eigenregie (analog) produziert und dafür Nachtschichten beim Sicherheitsdienst der Londoner Wembley Arena gemacht.

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