Band Filter

JOSH KUMRA - Good Things Come To Those Who Don’t Wait

VN:F [1.9.22_1171]
Artist JOSH KUMRA
Title Good Things Come To Those Who Don’t Wait
Homepage JOSH KUMRA
Label SONY
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (1 Bewertungen)

Gerade mal 22 Jahre ist JOSH KUMRA alt und sein Debüt ist auch eben erst erschienen, trotzdem kann der Londoner mit indischen Wurzeln bereits auf einen UK-Nummer-Eins-Hit verweisen. Den hatte er 2009 gemeinsam mit dem Rapper WRETCH 32 und der Single „Don’t Go“, die sich jetzt natürlich auch auf dem eigenen Longplayer „Good Things Come To Those Who Don’t Wait“ wiederfindet. Dass Josh zur Musik gefunden hat, liegt vielleicht auch an seinem Vater, der Schreiner war und zu dessen Kundenkreis nicht nur ERIC CLAPTON zählte; er hatte auch eine umfangreiche Tonträgersammlung, die den Filius schon früh mit klassischem Rock und Soul in Kontakt brachte. So zählen zu Kumras Favoriten JIMI HENDRIX, BOB DYLAN, die ROLLING STONES und NINA SIMONE.

Auf jeden Fall müssen jedoch Emotionen mit im Spiel sein – das klingt bei jedem Song durch, den Josh performt. Angefangen bei seiner melancholischen Debütsingle „The Answer“, die auch seine Langrille eröffnet und zudem Teil des Soundtracks für den Film „Der Schlussmacher“ von Matthias Schweighöfer ist. Dann haben wir da beispielsweise noch das an JAMES BLAKE erinnernde „Reckless Love“ mit seinen eindringlichen Pianoparts und schwungvollen Momenten, ehe wenig später das hymnische „Brave Face“ mit souligen Grooves übernimmt. Die Rave-Pop-Nummer „Be My Light“ bringt Rock- und Gospel-Einflüsse a la PRIMAL SCREAM mit, während am Ende JOSH KUMRA mit seinem Gesang bei „Where Do We Go From Here“ Assoziationen zu Kollegen wie ROD STEWART oder STEVE MARRIOTT weckt, bevor für das rhythmusbetonte „White And Black“ Miss MAIDAY ins Boot und ans Mikro geholt wird. Der bereits erwähnte WRETCH 32 war dieses Mal bei „Don’t Go“ nicht mit von der Partie, doch auch im Alleingang versteht es der Jungspund, dem Song gefühlvoll Leben einzuhauchen.

Außerdem gibt es in der Deluxe Version noch einen zweiten Silberling mit fünf weiteren Tracks. „Helicopters & Planes“ ist eine Kollaboration mit dem Produzenten Naughty Boy und dem Hip Hopper K KOKE und kommt mit dem nötigen Drive daher, um im Anschluss mit „You’ll Come Running“ ruhige Töne anzuschlagen, die eines PAUL SIMON würdig wären. „Fingertips“ bringt derweil gut gelaunte Motown-Sounds mit, während „Pretend“ noch einmal hörenswerten Acoustic Pop serviert und das getragene „I’ll Be Home“ zum Schluss das Klavier in den Mittelpunkt rückt.

Eines haben alle zwölf bzw. 17 Stücken des Erstlings gemeinsam: die hinreichend beschriebene Emotionalität, die überwiegend in Pop, Soul und Blues gekleidet ist, gelegentlich jedoch auch ins Gospel-Genre oder Psychedelic- und Dance-Gefilde abdriftet. Die genannten Musiker werden dabei keinesfalls kopiert, sondern dienen an dieser Stelle nur der stilistischen Einordnung. JOSH KUMRA macht sein eigenes Ding und das durchaus überzeugend.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu JOSH KUMRA