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JULIA A. NOACK - The Feast

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Artist JULIA A. NOACK
Title The Feast
Label TIMEZONE
Leserbewertung
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4.0/10 (3 Bewertungen)

2003 hat JULIA A. NOACK ziemlich viel Zeit in einem Bonner Hotel verbracht. Erst hat sie auf BOB DYLAN gewartet, bekam dann tatsächlich die Gelegenheit, ihm ihre Stücke vorzuspielen und hat am Ende sogar mit ihm zusammen Musik gemacht. Diesen Tag wird die 38-jährige Wahl-Berlinerin wohl nie vergessen und immerhin bekommt sie immer noch einen Backstage-Pass, wenn Mr. Dylan durch Deutschland tourt – auch er scheint Miss Noack in guter Erinnerung behalten zu haben. Vor zehn Jahren war JULIA A. NOACK eine Folk-Lady, die mit ihrer Akustikgitarre unterwegs war, jetzt ist sie bei ihrer dritten Studio-Langrille angelangt und macht längst nicht mehr nur Folk-Mucke.

Den Beweis tritt gleich einmal der grungige Opener „Want/Be“ an und auch das folgende „Everything Is Sexuality“ ist weit vom Lagerfeuergeklampfe entfernt und bedient sich stattdessen einer opulenten Instrumentierung mit Bläsern und Streichern. Dramatische Melancholie steht mit „Name of This“ auf dem Zettel, während das rhythmische „What’d She Say“ an die Damen von BOY denken lässt. Derweil könnte „Don’t Stand So Close To Me“ von POLICE beim reduzierten „Silver Whisper“ Pate gestanden haben, während das entspannte „Summer Something“ irgendwo an der West Coast zuhause ist. Mit „We’re Crazy“ zieht das Tempo spürbar an – ein Song mit Potenzial auf dem Indie-Dancefloor, wohingegen „Designer Drug“ ebenso wie der Titeltrack „The Feast“ wieder im Folk-Genre verwurzelt ist. „Matter of Me“ schlägt zunächst leise Töne an, um schließlich ein fettes orchestrales Finale hinzulegen. In diesem Sinne beendet auch „The Inconceivable“ den hörenswerten Reigen und empfiehlt sich fürs große Emotions-Besteck.

„The Feast“ verbindet Folk und Indie-Pop zu einem absolut hörenswerten Ganzen. Das Songwriting ist ebenso harmonisch wie abwechslungsreich und den Rest erledigt die warme Stimme von JULIA A. NOACK. Eine feine Platte, der man Gehör schenken sollte.

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