Band Filter

JULIEN-K - Death To Analog

VN:F [1.9.22_1171]
Artist JULIEN-K
Title Death To Analog
Homepage JULIEN-K
Label TIEFDRUCK
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.0/10 (4 Bewertungen)

JULIEN-K wurde 2003 von den beiden ORGY-Mitgliedern Ryan Shuck (Gesang/ Gitarre) und Amir Derakh (Gitarre/ Keys) gegründet, um neben dem synthetischen Rock-Sound von ORGY (deren größter Hit: das NEW ORDER-Cover „Blue Monday“) noch ein zweites, elektronischeres Standbein aufzubauen. Dem Projekt JULIEN-K schlossen sich schließlich noch Brandon Belsky (Gesang/ Keyboard) sowie Elias Andra (Drums) an und schließlich fand noch eine Kollaboration mit Chester Bennington von LINKIN PARK statt, der für sein Nebenprojekt DEATH BY SUNRISE auf die Mithilfe des Quartetts zurückgriff und auch bei JULIAN-K mit von der Partie ist. Wie sagte es Sänger Ryan Shuck? „Chester ist unsere nicht ganz so geheime Geheimwaffe. Er produziert, singt, schreibt, spielt Gitarre, Keyboard und macht was immer nötig ist, um jeden Song wirklich zu etwas „Wichtigem“ zu machen. Mit Chester hat JULIEN-K zwei Gesichter: Wenn er singt, werden wir zu DEATH BY SUNRISE und ich werde zum Gitarristen…“

Kein Wunder, wenn dieselben Leute in zwei verschiedenen Kapellen spielen, wobei bei DEATH BY SUNRISE der Rock überwiegt. „Death To Analog“ startet mit dem treibenden Titeltrack deutlich elektronischer und auch „Someday Soon“ setzt mit allerlei Stromfrickeleien tanzbare Eckpunkte. Die Singleauskopplung „Kick The Bass“ gibt den Gitarren mehr Platz, bevor „Technical Difficulties“ (höchstpersönlich von Regisseur Michael Bay für den „Transformers“-Soundtrack ausgewählt) die beiden Genre gekonnt verbindet. Der Titel „Systeme de Sexe“ ist Programm bei der rhythmusbetonten Nummer, der mit „Maestro“ ruhigere Klänge folgen, die Eighties-Synthie-Sounds auferstehen lassen, die sich auch bei „Forever“ und insbesondere bei „Spiral“ wiederfinden. Nach diesem Ausflug in die unterkühlten Achtziger schließen sich mit „Nyr Say Nyr“ ebenfalls coole Klänge an, die jedoch rockiger rüberkommen und von knackigem Flüstergesang begleitet werden. Leider geht mit „Dystopian Girl“ dem Projekt JULIEN-K so langsam die Puste aus und auch „Look At U“ bringt nicht viel Neues mit. Dabei hatte Ryan Shuck doch genau das vor. Irgendwie klingen die Songs nach einer Weile jedoch ziemlich beliebig, speziell, wenn die Truppe vom Gas geht. „Stranded“ gefällt zweifellos mit gut gemachten Synthesizer-Sounds, doch innovativ sind die Herrschaften damit nicht wirklich. Für „Disease“ wurden die Vocals noch einmal durch die Vocoder gejagt, nicht schlecht, aber eben nicht die musikalische Revolution, die großspurig angekündigt wurde. Dem DTA-Remix von „Futura“ kann ich dann aber bei aller Kritik definitiv nicht absprechen, dass er ins Bein geht und Spaß macht. Mit mehr Tempo kommt von JULIEN-K einfach auch entschieden mehr rüber.

Der Opener, an dem auch NIN-Fans ihre Freude hätten, verspricht eine Menge, in Gänze werden die Protagonisten dem allerdings nicht gerecht. „Death To Analog“ verwurstet in letzter Konsequenz halt doch einfach nur Ideen, die bei ORGY nicht umgesetzt wurde. Das beileibe nicht schlecht, aber eben ohne besondere Originalität. Für meinen Geschmack sind JULIEN-K immer dann hörenswert, wenn sie es krachen lassen und das geschieht vielleicht am besten, wenn sie als DEATH BY SUNRISE unterwegs sind…

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu JULIEN-K