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JULIETTE LEWIS - Terra Incognita

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Artist JULIETTE LEWIS
Title Terra Incognita
Homepage JULIETTE LEWIS
Label ROADRUNNER
Veröffentlichung 28.09.2009
Leserbewertung
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8.3/10 (3 Bewertungen)

Eines kann man JULIETTE LEWIS wohl auf gar keinen Fall vorwerfen: Belanglosigkeit. Egal, ob sie als Schauspielerin unterwegs ist oder Musik macht. Die bekennende Scientologin zählt zu den angenehm kantigen Hollywood-Miminnen – sie brillierte bereits mit 18 in „Kap der Angst“ als Filmtochter von Nick Nolte und spielte drei Jahre später in „Natural Born Killers“ vermutlich die Rolle ihres Lebens. JULIETTE LEWIS macht keine halben Sachen, wie sie dann auch mit ihrer Band THE LICKS unter Beweis stellte. Zwischen 2004 und 2006 erschienen drei Silberlinge, auf denen sie gekonnt die Rock’N’Roll Bitch auslebte – was in gleicher Weise auch für ihre energiegeladenen Live-Gigs galt. Nach Garage Rock meets Punk steht jetzt dramatische Romantik auf ihrem Zettel.

Dass auch ohne die LICKS weiter straight gerockt wird, versteht sich dabei fast von selbst. Wer das brünette Energiebündel erlebt hat, wird sich auch kaum vorstellen können, dass Miss Lewis plötzlich auf Schmusekatze macht. So ist denn auch bei „Terra Incognita“ der raue Unterton geblieben und doch begibt sich JULIETTE LEWIS tatsächlich auf bislang unbekanntes Terrain. Dass sie dabei nicht ins Straucheln gerät, liegt sicher auch an Omar Rodriguez-Lopez (THE MARS VOLTA, ex AT THE DRIVE-IN), der die Produktion des Solo-Trips übernahm. Der führte die inzwischen 36-jährige nach einem kurzen Intro mit „Noche Sin Fin“ zunächst in eher psychedelische Gefilde, in die sie mit „Female Persecution“ später noch ganz tief eintauchen sollte. Da zeigt sich der Titeltrack „Terra Incognita“ eher rockig-dramatisch, bevor „Hard Loving Woman“ Assoziationen mit flirrender Wüstenhitze aufkommen lässt. Im Anschluss gibt „Fantasy Bar“ wieder mehr Gas, ohne gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. „Romeo“ scheppert derweil in schleppender Slow Motion aus den Boxen, so dass man sich umgehend in die drückende Hitze irgendeines Highway-Kaffs versetzt fühlt. Zum treibenden „Ghosts“ darf gern getanzt werden, während das stoische„All For God“ eher der Kopfnicker-Fraktion zuzuordnen ist. Dass gleich im Anschluss mit „Uh Uh“ noch ein ruhiger Song kommt, ist nicht eben glücklich gewählt, denn auf diese Weise wirkt der Track recht farblos. Das macht „Junkyard Heart“ mit jaulendem Gefrickel wieder wett, ehe „Suicide Dive Bombers“ mit minimalistischen Akustikgitarren Harmlosigkeit antäuscht, um schließlich im Refrain gefühlvoll loszuschlagen.

Eine Spur ruhiger ist sie geworden – JULIETTE LEWIS hat sich wohl inzwischen (oder für den Moment) die Hörner abgestoßen und lässt ihrer dunklen Seite den Vortritt. Nicht immer zu 100 Prozent gelungen, aber immer absolut hörenswert und vor allem abwechslungsreich. Ich bin gespannt, was uns Juliette als nächstes präsentieren wird.

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Juliette Lewis 'Terra Incognita' Tracklist
1. Intro (Album Version) [From "Terra Incognita"]
2. Noche Sin Fin (Album Version)
3. Terra Incognita (Album Version)
4. Hard Lovin' Woman (Album Version)
5. Fantasy Bar (Album Version)
6. Romeo (Album Version)
7. Ghosts (Album Version)
8. All Is For God (Album Version)
9. Female Persecution (Album Version)
10. Uh Huh (Album Version)
11. Junkyard Heart (Album Version)
12. Suicide Dive Bombers (Album Version)
13. The Devil Knows (Album Version)
14. Keine Titelinformation
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