Band Filter

JUNE - Make it blur

VN:F [1.9.22_1171]
Artist JUNE
Title Make it blur
Homepage JUNE
Label VICTORY
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Manchen Bands sieht man sofort an, dass sie mal Charterfolge feiern werden. Bei JUNE liegt das nicht nur daran, dass sie wie die langhaarige Variante der BACKSTREET BOYS aussehen und somit wie der Rest der heute in den Charts vertretenen Poprockbands. Nein, sie stammen aus Chicago, der windigen Hauptstadt amerikanischer Rockbands wie RISE AGAINST, SMASHING PUMPKINS oder auch FALL OUT BOY. Mit letzteren haben JUNE dann gleich den Sound gemeinsam. Denn Ihr Album „Make it blur“ hört sich schon verdammt nach FOB, PANIC! AT THE DISCO und Konsorten an… dass man damit ja auf dem kommerziell richtigen Weg ist, scheint auch das Label verstanden zu haben, denn die pushen JUNE momentan enorm.

Was braucht man heutzutage außer zwei männlichen Gesangsstimmen, einigen catchy Hooks und einer ganzem Menge unausgesprochener Gefühle, um mit Rockmusik Erfolg zu haben? Scheinbar nichts, denn das ist es auch, was JUNE innehaben und sie damit so austauschbar macht wie Legosteine. Da werden großartige, in den Ohren widerhallende Melodien an poppige Refrainzeilen geheftet, die derart unverschämt im Gehör verweilen, dass man Ihnen Landstreicherei unterstellen könnte. Klar, „No time for sense“, „Finally“ und „Tempter“ stellen einen energisch rocklastigen Einstieg dar. Helle, saubere Gesangsstimmen mit gelegentlichen emotionalen Wandlungen garantieren auch „Closer“ und „Your shadow“ Einstieg in die Annalen der schon nächstes Jahr vergessenen Rockbands. Kokettiert man so unverschämt wie bei letzterem Titel mit Kommerzpop, zaubert aber doch den Rockhasen mit Stecknadel im Ohr aus dem Hut, fällt auch dem letzten auf, dass sich JUNE ihrer musikalischen Ausrichtung durchaus bewusst sind. So lange dabei solch fetzige Pianoklimpereien wie „I’d lose myself“ mit anschließender Schrammelmassage enthalten sind, lebt man auch ganz gut damit, dass man sich wie THE ALL AMERICAN REJECTS anhört. Dürfte sich auch relativ schwierig gestalten, noch frischen Wind in das Hurrikanverwüstete Land zu bringen, was bei „Machine and the line“ letztendlich in einem unsäglichen Machwerk von BON JOVI Riffs, Streicherpassagen und schon mal irgendwo gehörten Hooks endet.

Bei JUNE muss ich an JAMIROQUAIs „7 Days in sunny June“ denken. Ein paar schöne warme Tage lassen Sonne und freudige Gefühle tanken, danach kommen aber doch wieder die kühlen regnerischen Tage. Etwas, dass auf „Make it blur“ vollends zutrifft und wohl auch auf die Karriere von JUNE, zu der Prognose lass ich mich jetzt einfach mal hinreißen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu JUNE