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JUNGER - Kein Land in Sicht

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Artist JUNGER
Title Kein Land in Sicht
Homepage JUNGER
Label MOTOR
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Hans-Peter Junger ist nicht nur Sänger und kreativer Kopf der Band, sondern auch ihr Namensgeber. So heißt die Alternative-Rock-Combo, der seit einigen Jahren bereits Albert Radlinger (Gitarre) sowie Andreas Mitterbuchner (Bass) angehören, JUNGER. Komplettiert wird die Kapelle durch den Schlagzeuger Florian Duft. Zuhause sind die Herren im Norden Österreichs, was wohl auch den etwas speziellen Zungenschlag des Fronters erklärt.

Der Vierer hat in der Vergangenheit in unterschiedlichen Formationen bereits Hardcore und Punk gespielt. Blues und Singer-Songwriter-Stuff waren auch schon dabei, jetzt steht ein raubeiniger Alternative-Rock-Sound auf dem Zettel, der seinen Höhepunkt gleich im eröffnenden Titeltrack „Kein Land in Sicht“ erfährt. Der Promo-Waschzettel verortet die knackige Nummer in der Nähe von MONSTER MAGNET, mir kommt an dieser Stelle eher eine Truppe aus Wuppertal in den Sinn: die wunderbaren SUNDEALERS sind mir vor 15 Jahren über den Weg gelaufen, inzwischen aber leider schon lange vom Radar verschwunden. Doch wenden wir uns wieder JUNGER zu, die mit dem nachfolgenden „Anders“ solide Rockkost servieren. „Kein Tag für Helden“ zeigt sich eine Spur nachdenklicher, ehe das tanzbare „Wer, wen nicht wir“ erneut härtere Töne anschlägt und „Unendlich fern“ beinahe zerbrechlich wirkt.

Diesen Wechsel zwischen hart und ein bisschen zart zelebrieren JUNGER über die insgesamt elf Songs auf „Kein Land in Sicht“ handwerklich einwandfrei, aber gleichzeitig auch ein wenig altbacken. Für sich genommen ist jedes Lied okay, aber über eine Laufzeit von rund 43 Minuten wird der Sound etwas langatmig. Vielleicht liegt es aber auch am Gesang, mit dem ich nicht so recht warm werden kann, da mir hier und da einfach zu viel Pathos in der Stimme steckt. Trotzdem lohnt es sich durchzuhalten, denn nach dem guten Start ist das finale „Nicht von dieser Welt“ zumindest für meinen Geschmack das beste Stück der Platte, die zugleich das Debüt der Ösis ist.

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