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JUNGLE BY NIGHT - Algorhythm

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Artist JUNGLE BY NIGHT
Title Algorhythm
Homepage JUNGLE BY NIGHT
Label V2 RECORDS BENELUX
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Schon seit über zehn Jahren gibt es das neunköpfige Instrumental-Kollektiv JUNGLE BY NIGHT. Die Niederländer haben es in dieser Zeit auf mehr als 600 Festival-Shows in 34 Ländern gebracht. Im Fokus stehen dabei die analogen Instrumente, denen die Musiker einen ganz eigenen, tanzbaren Sound aus Krautrock, Dance, Jazz und Funk entlocken. 2010 erschien die erste 7″-Single der Band, schnell landeten JUNGLE BY NIGHT auf dem Sziget oder dem Istanbul Jazz Festival. Von dort aus ging es weiter zum Isle Of Wight und Glastonbury, und dann raus aus Europa zum Fuji Rock in Japan, dem Ottawa Bluesfest und Montreal Jazz Festival und Rough Trade in New York.

„Algorhythm“, die sechste Studioplatte der Truppe, verfolgt einen

anderen Ansatz als ihr bisheriger Output: „In einer Welt, die von Algorithmen bestimmt ist, starren wir lieber auf unsere Bildschirme, als miteinander zu sprechen. Mit diesem Album möchten wir dem natürlichen, spontanen menschlichen Rhythmus Tribut zollen, als Gegenentwurf zu den giftigen Algorithmen der Computer“, so die Band. „Die Algorithmen bestimmen, was wir sehen, was wir hören und wen wir treffen. Wir denken, wir haben den vollen Zugriff auf alles und jeden, doch in Wirklichkeit werden wir in Richtungen gelenkt. Wir werden an die Plätze gebracht, wo unsere Meinung bestätigt wird. Wir werden in Blasen verpackt und wir driften voneinander ab.“. Diese Blase wollen JUNGLE BY NIGHT mit dem analogen „Algorhythm“ platzen lassen. Vielmehr soll die Musik daran erinnern, was es heißt Mensch zu sein. Der Mix aus Funk, Jazz und Krautrock lädt ein, sich im Hier und Jetzt zu verlieren, sich einfach mit der Musik treiben zu lassen. Angefangen beim Opener „Scrolling In The Deep“, mit dem die Kapelle das sogenannte ‚Doom Scrolling‘ vertont hat: „Wir alle kennen doch den niemals endenden Feed aus Werbung, Bildern, Videos, Likes, Informationen. Der Feed hat nie ein Ende. Dieser Overflow an Input macht uns verrückt und taub, und oft merken wir es erst viel zu spät.“ Die pulsierenden Brass-Instrumente der Nummer repräsentieren den konstanten Informationsinput, die Arpeggio-Synths stellen den Algorithmus dar, die für uns täglich neuen Content suchen. Dabei macht der Neuner seine Lieder eigentlich für die Bühne, denn für die Jungs hat Livemusik eine magische Kraft, die Freiheit und ein Gemeinschaftsgefühl erschafft. Ein bisschen von dem Spirit auf Tour zu sein, soll die Vorab-Single „E17 Snack“ transportieren. Das Stück ist nach der Lieblings-Autobahn-Imbissbude der Band benannt. Auf ihren vielen Touren ist der ‚E17 Snack‘ in Belgien immer der letzte Halt, bevor sie in die Niederlande zurückkehren. „Dieser Ort ist sowas wie ein kleines Heiligtum für uns – er verkörpert das Gefühl, nach Wochen unterwegs müde, glücklich, auf dem Weg nach Hause zu sein.“

Ich muss gestehen, dass ich diese Emotionen ohne Text nur bedingt nachvollziehen kann. Auch hätte ich nicht vermutet, dass JUNGLE BY NIGHT den Sound auf „Algorhythm“ komplett analog entstehen lassen. Denn der Albumtitel spiegelt die Musik eigentlich perfekt wider, man erwartet bei dieser Erforschung der Linie zwischen Mensch und Maschine eigentlich auch den Einsatz von Computern, aber tatsächlich sind es Drums, Percussion, Bass, Synthesizer, Hammond Orgel, Piano, Gitarre, Tenor-Saxofon, Trompete und Posaune, die hier für fesselnde Tonfolgen sorgen.

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