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K.FLAY - Life As A Dog

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Artist K.FLAY
Title Life As A Dog
Homepage K.FLAY
Label HUMMING RECORDS
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Kristine Flaherty aka K.FLAY verbringt ihre frühen Zwanziger in San Francisco, wo sie an der Elite-Uni Stanford den doppelten Abschluss in Psychologie und Soziologie macht. Ganz nebenbei findet sie auch zur Musik, genauer gesagt zu einer Melange aus HipHop, Alternative und Pop. Über allerlei Umwege mit diversen Mixtapes, EPs und Remixen für die BEASTIE BOYS und DANNY BROWN sowie ein Crowdfunding, das sein Ziel innerhalb von sechs Tagen erreicht, erscheint innerhalb von nur zwei Monaten in Eigenregie das Album „Life As A Dog“ – scheint ganz so, als wäre K.FLAY ein ziemlich zielstrebiger Mensch.

Das alles ist in den USA übrigens schon vor über einem Jahr passiert, doch manchmal dauert es halt etwas, bis neue Musik auch bei uns ankommt. Auf jeden Fall hat sich das Warten gelohnt. Davon zeugt beispielsweise die erste Single-Auskopplung „Can’t Sleep“, ein treibender, rockiger Song, der die Angst etwas zu verpassen und wie selbstzerstörerisch dieser Drang sein kann, reflektiert. Mit einer ähnlichen Kombination aus schleppenden HipHop-Beats, perlenden Pop-Melodien und dezenter Elektronik wartete auch das leicht düstere „Make Me Fade“ auf, während „Wishing It Was You“ (inhaltlich eine Rückschau auf die Jugend der heute 30-jährigen) mit etwas reduzierten Mitteln agiert, bevor das temperamentvolle „Fever“ im gewollten Lo-Fi-Charme daherkommt. Erwähnt sei auch noch „Thicker Than Dust“, eine Ode an die Freundschaft, die mit Rap- und Elektrobeats gefällt, bevor „Time For You“ leisere Töne anschlägt, um auf der Zielgeraden mit „Get It Right“ nochmals dem Oldschool-HipHop zu frönen.

Dabei bleibt K.FLAY jedoch immer auch den musikalischen Zutaten aus dem Elektro- und Indie-Fach verbunden. Dadurch entsteht ein hörenswerter Gene-Mix, der in den USA so gut ankam, dass es „Life As A Dog“ auf Platz 2 der Billboard Heatseekers Charts geschafft hat. Da dürfte sich ihr ehemaliges Major Label ein wenig geärgert haben, dass es die Indie-HipHop-Visionen seines Schützlings nicht teilen wollte, aber vielleicht wäre der Silberling mit den Reglementierungen einer Plattenfirma auch nur halb so gut geworden.

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