| Artist | KADAVAR |
| Title | I Just Want To Be a Sound |
| Homepage | KADAVAR |
| Label | CLOUDS HILL |
| Leserbewertung |
Die Berliner Combo KADAVAR habe ich eigentlich immer mit Stoner- und psychedelischen Seventies-Rockklängen in Verbindung gebracht. Nun hat die 2010 als Trio gegründete Kapelle mit Jascha Kreft nicht nur Zuwachs an den Gitarrensaiten und Keyboardtasten erhalten, auch ihr Klangspektrum bewegt sich in neuen Dimensionen. Auf ihrem siebten Studioalbum „I Just Want To Be a Sound“ präsentieren sich Jascha und seine Kollegen Christoph ‚Lupus‘ Lindemann (Gesang & Gitarre), Simon ‚Dragon‘ Bouteloup (Bass) und Christoph ‚Tiger‘ Bartelt (Drums) extrem wandelbar und hörenswert.
Den Anfang macht der opulente Titeltrack „I Just Want To Be a Sound“, der mich nicht mehr an die frühen BLACK SABBATH, sondern an BIFFY CLYRO denken lässt. „Hysteria“ übernimmt mit jeder Menge Druck, fast schon poppiger Eingängigkeit und blitzt da nicht auch ein bisschen MUSE durch? Mit dem munteren „Regeneration“ katapultieren sich die Hauptstädter in spacige Gefilde, in denen auch beschwingte Calypso-Melodien nicht fehlen dürfen, ehe sich „Let Me Be a Shadow“ mit coolen Heartbeat-Akkorden ins Hirn frisst und Kopf und Fuß zum Wippen bringt. Derweil gefällt „Sunday Mornings“ mit smoother Geschmeidigkeit, während „Scar On My Guitar“ unvermittelt die Langäxte von der Leine lässt. Die Nummer ist ein Song über Lupus‘ Gitarre und was sie in den Jahren auf Tour erlebt hat. Keine Frage, dass es an dieser Stelle amtlich zur Sache geht! „Strange Thoughts“ lässt es dagegen etwas ruhiger, aber durchaus abwechslungsreich angehen, bevor es „Truth“ straight nach vorn drängt und „Star“ tiefenentspannt durch die Gehörgänge wabert. Mit dem finalen „Until The End“ verabschieden sich KADAVAR mit einer ordentlichen Portion Opulenz und einem Hauch Orientalik – da sind sie doch noch mal, die psychedelischen Siebziger.
Mit „I Just Want To Be a Sound“ dürften KADAVAR ganz neue Fanschichten für sich begeistern. Dabei sind die Jungs sich durchaus treu geblieben, zeigen jedoch gleichzeitig ganz neue Facetten ihrer Musik, die Spaß machen und perfekt zu einem warmen Frühlingstag passen, weshalb die CD in meinem Player noch eine Extra-Runde dreht.

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