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KAISER CHIEFS - Souvenir – The Singles 2004-2012

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Artist KAISER CHIEFS
Title Souvenir – The Singles 2004-2012
Homepage KAISER CHIEFS
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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3.5/10 (10 Bewertungen)

Mit Best-of-Alben oder Single-Compilations ist das ja immer so eine Sache. Der echte Fan braucht sie eigentlich nicht, weil er die einzelnen Stücke eh schon hat, fragt sich also, für wen die KAISER CHIEFS „Souvenir“ in die Läden gebracht haben. Sicherlich nicht zuletzt zur Aufstockung der eigenen Portokasse und gleichzeitig wird es definitiv auch genügend Käufer geben, die eben noch nicht alle vier Langrillen im Schrank stehen haben, die die KAISER CHIEFS seit ihrer Gründung 2003 aufgenommen haben.

Zumal die fünfköpfige Kapelle aus Leeds eine ausgesprochene Single-Band ist, deren Durchbruch im Herbst 2004 mit der treibenden Vorab-VÖ „I Predict A Riot“ gelang. Zuvor war bereits das cool groovende „Oh My God“ erschienen, bisheriger Höhepunkt der KAISER-CHIEFS-Diskografie ist jedoch ohne Zweifel der absolute Dauerbrenner „Ruby“, der auch fünf Jahre nach seiner Veröffentlichung auf der Langrille „Yours Truly, Angry Mob“ bei keiner guten Party fehlen darf. „The Angry Mob“ vom gleichen Silberling hat ähnliche hymnische Qualitäten und auch „Modern Way“, das dem 2005er Erstling „Employment“ entnommen ist, schleicht sich mit großen Melodien in die Gehörgänge, um sich dort festzubeißen und die Beine in Bewegung zu setzen. Temporeich geht es mit „Never Miss A Beat“ und „Good Days; Bad Days“ von der „Off-With-There-Heads“-Langrille aus 2008 auf dem Dancefloor zur Sache, während man auf dem letztjährigen Longplayer „The Future Is Medieval“ mit „Little Shocks“ vergleichsweise schrammelige Töne anschlägt und „Man On Mars“ gar fernöstliches Synthie-Potenzial birgt, bevor „Kinda Girl You Are“ wieder die Tanzflächen füllt. Dass der Fünfer auch anno 2012 sein Gespür für tanzbare Beats nicht verloren hat, beweisen die beiden neuen Songs auf „Souvenir“: „Listen To Your Heart“, das zunächst mit ruhigen Klängen startet und die KAISER CHIEFS von einer gefühlvollen Seite präsentiert, wohingegen „On The Run“ seinem Namen alle Ehre macht und mit rhythmusbetonter Elektronik nach vorn drängt. Fehlen noch das schwungvolle „Everything Is Average Nowadays“, der knackige Elektroniker „Every Day I Love You Less And Less“, sowie das getragene “Love’s Not A Competition (But I’m Winning)” und das ebenfalls eher dezent vorgetragene “You Can Have It All”.

Wie gesagt, der eingefleischte Anhänger wird in „Souvenir” nicht unbedingt seine Erfüllung finden, da er 14 von 16 Tracks schon sein eigen nennt, wer bislang mit den KAISER CHIEFS jedoch noch nicht so fest verbandelt war, erhält hier auf einen Streich die essentiellen Songs der Insulaner, die zweifellos in Sachen britischer Indie-Rock eine Schlüsselrolle spielen.

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