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KAMCHATKA - The Search Goes On

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Artist KAMCHATKA
Title The Search Goes On
Homepage KAMCHATKA
Label DESPOTZ
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Die Schweden KAMCHATKA, seit Jahren bekannt für gut abgehangenen Stoner-Blues, beglücken ihre Fangemeinde dieser Tage mit ihrem fünften Album. Es heißt „The Search Goes On“ und bietet dem geneigten Hörer im Wesentlichen das, was er vermutlich auch erwartet.

Im Detail heißt das, es gibt 10 eingängige Songs mit einer Gesamtspielzeit von 42 Minuten, überwiegend im mittleren bis etwas ruhigeren Tempo gehalten, sehr transparent, um nicht zu sagen glasklar, trotzdem warm und angenehm organisch produziert, in der Schnittmenge von Blues und klassischem Hardrock, auf die Ohren. So weit, so gut, so unspektakulär. Könnte man meinen. Ist aber keineswegs so. Und das liegt daran, dass KAMCHATKA einfach überdurchschnittlich gut sind. Mit dem Opener „Somedays“ zeigen die bärtigen Nordlichter direkt, wo die im Albumtitel beschworene Suche vornehmlich stattfinden soll. Der Blues ist wild und intensiv vorgetragen und man wird förmlich hinein gesogen in ein Meer aus wogenden Melodien und elegischen Gitarrensoli. In den folgenden Tracks wird das Tempo etwas angezogen. „Son of The Sea“ weiß mit seinem fluffigen Hauptriff zu gefallen, das förmlich nach einer einsamen Autofahrt auf einem staubigen Highway schreit. „Tango Decadence“ ist geradezu tanzbar und macht damit seinem Namen alle Ehre. Das ebenso schwungvolle „Coast To Coast“ ist vielleicht mein persönlicher Lieblingstrack des Albums und schlägt eine Brücke von rhythmisch spannendem Hardrock zu psychedelischen Ausflügen, bleibt dabei aber extrem kompakt und verirrt sich nie in wirrem Gedudel. Mit dem darauf folgenden „Pressure“ beginnt der etwas langsamere Teil von „The Search Goes On“. Das ist dann zwar weniger tanzflächentauglich, aber dafür bärtiger als ZZ TOP und mindestens so bluesig wir B.B. KING. Es ist diese Mischung aus Gelassenheit und einer nicht näher definierbaren, unerfüllten Sehnsucht, die KAMCHATKA gerade in diesen Momenten ausstrahlen, man höre nur als Paradebeispiel den Gesang in „Cross The Distance“, der einem geradezu eine Gänsehaut verpasst, die einen im weiteren Verlauf des Albums nicht mehr verlassen mag. Was soll ich hier noch weitere Songtitel aufzählen, ihr habt wahrscheinlich eh schon verstanden, dass ihr um diese Scheibe nicht mehr herum kommt. Na gut, einen noch: der Titelsong ganz am Schluss. Eine noch mal etwas schnellere Nummer, die hoffentlich ein Hinweis darauf ist, dass KAMCHATKA noch lange nicht gewillt sind, ihre Mission zu beenden.

Fazit: „The Search Goes On“ ist ein starkes Album einer Band, die ihren Stil definitiv nicht mehr suchen muss, sondern es sich längst in ihrer Nische bequem gemacht hat. Zu empfehlen sowohl für Traditionalisten als auch Neo-Hippies. Und wer mag, kann sich das Ganze dann auch derzeit live auf den einschlägigen Bühnen zu Gemüte führen. Auch das sei hier dringend empfohlen.

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