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KANT KINO - We Are Kant Kino – You Are Not

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Artist KANT KINO
Title We Are Kant Kino – You Are Not
Homepage KANT KINO
Label ALFA MATRIX
Leserbewertung
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7.6/10 (8 Bewertungen)

Ihren Namen verdanken KANT KINO dem gleichnamigen legendären Berliner Filmpalast, welcher in den Siebziger und Achtziger Jahren auch als Konzertbühne bespielt wurde. Die SIMPLE MINDS widmeten dem Kino gleich einen eigenen Song. Bands und Künstler wie AC/DC, U2, NINA HAGEN BAND, HUMAN LEAGUE, JOY DIVISION, THE POLICE sowie DAVID BOWIE oder NICK CAVE gaben sich dort die Klinke in die Hand. Die Band sieht sich nach eigener Auskunft als Fan des SIMPLE MINDS Songs, freut sich aber auch über die große Tradition des Berliner Kinos und über all die namhaften Bands, die dort spielten. Ein Bandname der verpflichtet.

Die beiden Norweger Lars und Kenneth durften 2008 beim Elektrostat Festival immerhin schon mit APOPTYGMA BERZERK und FRONT 242 auf der Bühne stehen. Wohl auch ein Grund für das Engagement von Alfa Matrix. Ihre Musik ist gekennzeichnet durch die starken Einflüsse z.B. von FRONT 242, FRONT LINE ASSEMBLY sowie LEAETHER STRIP. KANT KINO verharren allerdings nicht im Althergebrachten, sondern mischen froh und munter mit modernen Elementen. Man kann also sagen: Old-School EBM trifft auf modernen TBM. Was mich zwischen Song 1 und 13 am meisten beeindruckte, war die Tatsache, dass trotz der vielen Sprachsamples und des verzerrten Gesangs nie Eintönigkeit aufkam. Selbstbewusst wie der Name der Band beginnt das Album mit „We are Kant Kino“. „Firebrigade“ und „Submissive Nation“ treffen dann nicht wirklich meinen musikalischen Nerv. „Invisible Tears“ überzeugt durch die Mischung aus ruhiger, treibender Melodie und aggressivem Gesang. Besonders gefällt mir der dann das folgende „Stille!“, das mich in der Melodie schon ein wenig an alte Italodiskosongs erinnert. Still ist er aber mitnichten. „Owner of this house“ und „Red Rain“ konnten mich ebenfalls wie „You gave me nothing“ sofort überzeugen. Ein wenig schwach und in meinen Augen ein nicht unbedingt würdiger Abschluss ist „Fight“, das im Zusammenspiel mit AMGOD entstanden ist.
 
KANT KINO gelingt ein – wie in diesem Genre nicht immer üblich – abwechslungsreiches Album. Es wird über 13 Songs ein Feuerwerk an Sprachsamples und teilweise eingängigen Melodien geboten. In einer limitierten Version gibt es noch eine Bonus-CD namens „We are Kant Kino – you are too“ obendrauf, die mit insgesamt 14 weiteren Remixen u.a. von LEAETHER STRIP aufwartet. Höhepunkt dürfte allerdings ein NITZER EBB Cover von „Control I´m Here“ sein. Mir hat das Hören wirklich Spaß gemacht und das Duo beweist hiermit, dass Norwegen neben APOPTYGMA BERZERK noch einiges mehr im Electro Bereich zu bieten hat. 

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