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KARELIA - Restless

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Artist KARELIA
Title Restless
Homepage KARELIA
Label SEASON OF MIST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Da haben mich die Jungs von KARELIA aber schön an der Nase herumgeführt. Bisher hatte ich die Herren aus Frankreich immer in nordische Gefilde eingeordnet, denn der Bandname ließe eher auf eine Landschaft in Finnland schließen. Falsch gedacht, aber das nur nebenbei. Im Prinzip ist es ihnen sogar gelungen mich zweimal auf den falschen Dampfer zu schicken. An die Vorgänger Alben anknüpfend, habe ich auch bei ihrer dritten Scheibe „Restless” (epischen) Power Metal erwartet. Was dann aber aus dem Player stampft, ist eindeutig elektronischer Natur. Vom ursprünglichen Stil ist da nicht mehr allzu viel vorhanden und dadurch dürften meiner Meinung nach wohl so einige Fans der Vorgängeralben verschreckt, aber gleichzeitig natürlich neue Fans in elektronisch-gothischen Kreisen hinzu gewonnen werden. Insgesamt gestaltet sich der Stilwechsel schon recht drastisch, wenn man bedenkt, dass die Herren zuvor mit KAMELOT, AT VANCE und ähnlichen Bands verglichen wurden. Dennoch hat man die Metal Elemente nicht völlig verdrängt, Metalfans dürfen also aufatmen. KARELIA bemühen sich nun nach Kräften, sich aus einer Schublade zu befreien. Der Name des Albums, ist hier also Programm!

Insgesamt bemüht man sich auf der leider arg knapp geratenen Scheibe, stilistische Überzeugungsarbeit zu leisten. Allerdings gelingt der Metal/ Elektro/ Industrial Mischmasch, der teils wirklich verdammt poppig angehaucht ist, nicht immer. Irgendwie schaffen es die Franzosen aber trotzdem, den Hörer mit diesen teils mainstreamigen Melodien in ihren Bann zu ziehen. Warum man allerdings neben ordentlichen Songs wie „Give It Away” oder „From My Window” auch gleich zwei Cover auf die Scheibe packen muss, ist mir schleierhaft. So richtig passen will das nämlich nicht. „Lift Me Up” (MOBY) stampft äußert radiotauglich daher und dürfte wohl für eine volle Tanzfläche sorgen. „Loosing My Religion” (R.E.M.), fällt hingegen stärker ab und dümpelt daher, ohne wirklich einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Wenn man die anderen Titel der Scheibe damit vergleicht, wären die beiden Fremdbearbeitungen nun wirklich nicht nötig gewesen. Insgesamt steht den Franzosen der Stilwechsel aber dennoch recht gut zu Gesicht. Um vollends zu überzeugen, reicht das hier vorhandene Material allerdings leider noch nicht. Auf einer Scheibe mit derart kurzer Spielzeit dürften keine Hänger sein.

Bleibt mir also als Fazit nur zu sagen, dass „Restless”, im Vergleich zu den Vorgängeralben einfach anders geworden ist, aber dennoch seinen Reiz hat. Beim nächsten Mal aber bitte ohne Hänger und lieber noch mehr eigene Songs statt Cover aufs Scheibchen packen, das wird dann wesentlich mehr überzeugen!

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