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KARMA TO BURN - Arch Stanton

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Artist KARMA TO BURN
Title Arch Stanton
Label DEEPDIVE RECORDS
Leserbewertung
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7.5/10 (2 Bewertungen)

Dass es in einer Band nicht immer einen Sänger geben muss, braucht man William Mecum wohl nicht zu sagen. Das einzige verbliebene Gründungsmitglied der 1993 aus der Taufe gehobenen Stoner-Kapelle KARMA TO BURN hat sich beim ersten Album noch dem Druck der Plattenfirma gebeugt, aber schon bald wurde Sänger Jason Jarosz wieder vor die Tür gesetzt. Ganz gelegentlich kommt noch mal ein Gastsänger wie Genre-Legende John Garcia am Mikro zum Einsatz, ansonsten verlassen sich die Herren Mecum und Devine komplett auf die Kraft ihrer Instrumente, wobei live auch wieder Irish Rob von THE EXPLOITED am Bass agieren wird.

Pragmatisch wie die Jungs aus West Virginia sind, werden ihre gesangslosen Songs schlicht durchnummeriert. Man ist 21 Jahre nach der Bandgründung (mit sieben Jahren Pause von 2002 bis zur Wiedervereinigung 2009) bei den Nummern 53 bis 59 angekommen, wobei 55 fehlt und stattdessen vom bisher unbekannten „23“ aus Klassikertagen ersetzt wird. Das muss man nicht verstehen, tut dem Hörvergnügen aber auch keinen Abbruch, denn in letzter Konsequenz könnten KARMA TO BURN auch komplett auf eine Titelgebung verzichten, da die Songs schlicht als eine einzige hypnotische Riffwalze rüberkommen, der man sich kaum entziehen kann. In diesem Sinne startet „57“ die 37-minütige Instrumental-Reise mit fetten Grooves und Riffs und wenn die letzten Klänge von „59“ (bei dem es zumindest menschliche Töne und daneben noch einige Western-Anleihen zu hören gibt) verklingen, reibt man sich verdutzt Augen und Ohren, dass der High-Energy-Level-Spuk schon wieder vorbei ist.

Dass Einzige, was ich den Amis vorwerfen kann, ist der Umstand, dass sie auf ihrer siebenwöchigen Europatour nie in meine Nähe kommen. Ansonsten haben die Instrumental-Rock-Giganten ihrer Discografie mit „Arch Stanton“ einen weiteren Leckerbissen hinzugefügt, der sich ganz im Geiste von „Wild Wonderful Purgatory“ (1999) und „Almost Heathen“ (2001) kraftstrotzend und intensiv präsentiert.

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