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KASABIAN - 48:13

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Artist KASABIAN
Title 48:13
Homepage KASABIAN
Label SONY
Leserbewertung
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9.0/10 (3 Bewertungen)

„48:13“ ist nicht nur der Titel des fünften KASABIAN-Albums, sondern gleichzeitig auch die Angabe der Gesamtspielzeit der 13 Songs. Muss man sich womöglich Sorgen um die Kreativität von Tom Meighan (Gesang) und Sergio Pizzorno (Gitarre & Gesang) machen? Mitnichten! Vielmehr fokussieren sich die UK-Stars zweieinhalb Jahre nach „Velociraptor!“ (#22 der deutschen Charts) aufs Wesentliche und das ist ganz klar die Musik: 13 Einzelteile, die ein stimmiges Ganzes ergeben.

Nach dem dezent indisch angehauten Starter „Shiva“, gibt es mit „Bumblebeee“ knackigen KASABIAN-Sound erster Güte auf die Ohren und auch „Stevie“ frisst sich mit eben dieser nonchalanter Gelassenheit ins Hirn, die man an den coolen Briten so schätzt. „Mortis“ ist eigentlich mehr eine kurze Soundmalerei (mit Pizzornos 93-jährigem Großvater auf der Zielgeraden!), denn ein eigenständiges Lied, doch mit dem flotten „Doomsday“ geht es alsbald wieder auf den Dancefloor, während „Treat“ von flirrender Elektronik begleitet wird. „Glass“ gibt die getragene Britpop-Hymne mitsamt Sprechgesang-Einlage, bevor „Explodes“ wieder ganz tief in der Elektro-Trickkiste kramt und mit „(Levitation)“ locker ausläuft. „Clouds“ bittet schließlich wieder auf die Indie-Tanzfläche, wo sich auch die rhythmusbetonte erste Single „Eez-eh“ äußerst wohl fühlt. Angeblich wurde die Psychedelia-Nummer ja völlig bekifft geschrieben, ausschließen sollte man so was ja nie… „Bow“ gehört für mich zu den unaufgeregten Favoriten der Platte, worauf mit „S.P.S.“ Neunziger-Jahre-Britpop erster Klasse auf dem Programm steht, der sich zudem nicht zu schade ist, auch ein wenig in Richtung Folk-Rock zu schielen. Ein bisschen Größenwahn steckte bei KASABIAN ja irgendwie immer schon mit drin, bei der Genialität der Jungs aus Leicester ging das aber auch stets völlig in Ordung.

Mit „48:13“ schließen sie jetzt nicht unbedingt an die Dance-Smasher vorherigen Langrillen an, aber wenn man der jüngsten Full Length ein wenig Zeit zum Wachsen gibt, entwickelt sie schon bald ihre ganze Schönheit und Vielfalt. In Teilen erinnert man sich dabei auch an die Anfangstage Ende der Neunziger und eines ist mit Sicherheit klar: OASIS haben sie schon längst den Rang abgelaufen.

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