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KASKADEUR - Uncanny Valley

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Artist KASKADEUR
Title Uncanny Valley
Homepage KASKADEUR
Label NOISOLUTION
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

‚Heavy Progrock aus Potsdam‘ versprechen die vier Herrschaften von KASKADEUR und verweisen mit „Uncanny Valley“ auf ihr zweites Langspiel-Debüt. Zweites Debüt? Das wirft natürlich Fragen auf! Nun, ganz so neu sind KASKADEUR nicht, wenn man berücksichtigt, dass es eine Vorgängerkapelle namens STONEHENGE gab, die bereits 2013 ihren Erstling rausgebracht hat. Bei den Arbeiten zum aktuellen Silberling stellten die Beteiligten dann fest, dass es irgendwie Zeit für etwas Neues war; die Folge waren ein neuer Bandname sowie ein neues Label und eben auch ein neues Debüt. Und so ist der STONEHENGE-Prog- und Stonerrock mit KASKADEUR noch facettenreicher geworden.

Da klingt das eröffnende „Valleywaltz“ zunächst mal wie eine verspielte Gitarrenvariation, bevor mit dem Titeltrack „Uncanny Valley“ wildes Geschwurbel einsetzt. Zu unterscheiden ist bei diesem Studio-Output zwischen den ‚Hauptstücken‘ und den ‚Zwischenliedern“, die zweifellos mehr als bloße Interluden sind, aber auf der Tracklist bewusst im Hintergrund gehalten werden. Eines dieser Stücke ist beispielsweise „Apply_Physics ()“, das jazzigeElemente ins Spiel bringt, ehe „Part of Your DNA“ nicht nur Gesang, sondern auch groovenden Stoner- und Prog-Rock in die Waagschale wirft. Funkig schließt sich „Snarc ‘51“ an, eine Stilwendung, die sich auch beim nachfolgenden „The Death of Basic Trust“ mit verqueren Saiten- und Tasteninstrumenten fortsetzt. Spaciger Seventies-Rock steht derweil dank „Spacegear Awayteam“ auf dem Speisezettel. Ähnlich verträumt wie die Platte startet, endet sie mit „Bonzen haben alles“ auch. Das hat dann durchaus einen Hauch Popappeal, was jedoch nach dem vorherigen Genre-Hasardeur-Ritt nicht weiter verwundert.

Virtuose Postrock-Einflüsse treffen bei „Uncanny Valley“ auf Retrosounds und zeitgemäßen Mathrock, rumpelnden Stoner, psychedelische Heavy-Melodien und eine kraftvolle Stimme. KASKADEUR machen ihrem Namen damit alle Ehre und legen wahrlich einen hörenswerten Crossover-Stunt hin.

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