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KATAKLYSM - Heaven’s Venom

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Artist KATAKLYSM
Title Heaven’s Venom
Homepage KATAKLYSM
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Die mächtigen KATAKLYSM haben ein Problem, dass sie mit vielen Bands teilen, die lange im Geschäft sind: irgendwann setzt eine Stagnation auf hohem Niveau ein. „Heaven’s Venom“ ist mittlerweile das zehnte Album der Frankokanadier und es scheint doch allzu deutlich, dass der kreative Schwung spürbar nachlässt. Schon beim Vorgänger „Prevail“ war das mein Eindruck, jetzt wird es aber immer klarer, dass KATAKLYSM in dieser Phase ihrer Bandgeschichte keine neuen Ideen mehr einbringen.

Hilfreich ist ein Blick auf die verschiedenen Booklets. Bei den Diskographie-Highlights „Serenity in Fire“ – nur Hits, keine Füller; ähnlich bei „In the Arms of Devastation“ – nur Granaten, die man in Gedanken schon beim Nennen des Titels in Gedanken zärtlich mitgröhlt. Diese Dichte geht bei „Prevail“ schon deutlich nach unten. „Blood in Heaven“ – sehr schön, „The Vultures are Watching“ – ebenfalls sehr stark, aber sonst? Viel Wiedergekäutes, alles nicht so schlecht, ok, aber unsterbliche Northern Hyperblast Hymnen? Eher nicht so. Ähnliches gilt leider auch für „Heaven’s Venom“. Sicherlich reicht es noch für einige saustarke Bringer. „As the Wall Collapses“ ist so ein Beispiel. Startend mit schöner, harmonischer und MAIDEN-lastiger Gitarre, übergehend in hartes Geschrote, weiter übergehend in einen hymnischen Chorus. So geht es, so ist die Dynamik der Band mitreißend. „At the Edge of the World“ sowie „Suicide River“ sind ebenso Beispiele für kleine Knüller, an die man sich erinnern wird. Daneben ist aber auch so einiges, was so durchrauscht.

Überhaupt muss man einfach festhalten, dass die KATA-Scheiben sich mittlerweile gleichen wie die berühmten Eier. Jede beginnt mit düster gesprochenen Worten, die in ein hartes, monotones Riff übergehen. Jede endet mit dem leicht melancholischen Brett, ob dies nun „The Road to Devastation“ heißt oder „Blind Saviour“. Nebenbei ist der Sound, den jedes Mal Gitarrist JF (mit-)produziert völlig identisch. Gleichermaßen gemein wie auch zutreffend komme ich zu dem Ergebnis, dass sich KATAKLYSM seit ihrem zugegeben grenzgenialen Überalbum „In the Arms of Devastation“ auf hohem Niveau selbst kopieren. Ob ihr es so wollt, bleibt natürlich euch überlassen. Mir aber ist es zu wenig; von den besten Bands muss man nach meiner Meinung mehr Risikobereitschaft und Kreativität erwarten.

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