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KATATONIA - Night is the new Day

VN:F [1.9.22_1171]
Artist KATATONIA
Title Night is the new Day
Homepage KATATONIA
Label PEACEVILLE
Leserbewertung
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8.4/10 (7 Bewertungen)

„Night is the new Day“ – Wer einmal den Winter im hohen Norden verbracht hat, weiß, dass das nicht nur metaphorisch gemeint ist. Doch wenn KATATONIA nach drei Jahren nun endlich wieder albumtechnisch loslegen, kann diese Phrase natürlich nur Programm sein. So liefern sie pünktlich zur dunklen Jahreszeit wieder ein ebenso düsteres Werk ab, das wieder einmal ein absolutes Meisterwerk der Melancholie geworden ist.

Wer dachte, die Schweden würden vielleicht doch noch mal etwas an Härte zulegen, wird eines Besseren belehrt, denn auf ihrem mittlerweile 8. Studioalbum klingen die Herren sanfter denn je. Sanft muss hier aber keinesfalls schlecht bedeuten, im Gegenteil, vor allem durch die gezähmten Gitarren werden dem melancholischen Grundgerüst ganz neue Tiefen verliehen, zudem wirkt Jonas Renskes Gesang noch einfühlsamer als in der Vergangenheit. Zusätzlich traut sich die Band wieder an den Einsatz von Keyboards heran, die den Stücken eine wunderbar sphärische Stimmung verpassen (und vielleicht genau deswegen Parallelen zu OPETHs „Damnation“ aufweisen) , ebenso ist auf „Inheritence“ sogar ein Cello zu vernehmen, musikalische Experimentierfreude, die sich zweifelsfrei ausgezahlt hat und die Scheibe zu einem wahren Ohrenschmaus werden lässt. Hier stechen nicht einzelne Songs hervor, sondern das stimmige Gesamtbild macht die Klasse des Albums aus! Einzig das Schlußstück „Departer“ fällt ganz besonders ins „Ohr“, mit seiner besonders zerbrechlichen Stimmung betreten KATATONIA nie zuvor erkundetes Terrain und erschaffen so Weltuntergangs-Stimmung pur. Abgerundet wird das Album durch eine superklare Produktion.

Bei diesem Album will man förmlich die Augen schließen und sich komplett in KATATONIAs schwermütige Klangwelt entführen lassen. Vorsicht: Suchtgefahr!

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