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KATRIANA - Aber klar doch

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Artist KATRIANA
Title Aber klar doch
Homepage KATRIANA
Label PUSSY EMPIRE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Als ich vor etwa vier Jahren das erste Mal musikalischen Kontakt mit KATRIANA hatte, schien die Hamburgerin gerade mit ihrem zweiten Album „In meinem Kopf“ eine Trennung verarbeitet zu haben. Dies tat sie mit minimalistischer Instrumentierung und viel Gejammer – auf Dauer war es einfach sehr anstrengend, der Dame zuzuhören. Jetzt hat sie wieder eine Platte aufgenommen und hoffentlich ihren Liebeskummer überwunden – immerhin hat sie jetzt zarte Bandarrangements in petto und mit etwas Glück auch andere Themen als eine gescheiterte Beziehung.

„Nicht cool genug“ ist sie – lässt sie uns zumindest mithilfe ihres Openers wissen und auch „Erwachsen“ sein will sie eigentlich nicht. Stilistisch packt sie diese Gedanken in kleine Pop-Chansons, wie auch bei „Heute keine Hoffnung“ geschehen. Sehr präsent an dieser Stelle das Cello von Hagen Kuhr, bevor mit dem rhythmusbetonten Titeltrack „Aber klar doch“ Bläser in den Mittelpunkt rücken. Fräulein KATRIANA singt gegen den Pessimismus – wer hätte das vor vier Jahren noch gedacht? Natürlich hat sie ihre melancholische Ader nicht über Board geworfen, wie sich mit dem schwermütigen „Einfach mit“ und der (Klavier-) „Ballade für Menschen“ schon bald zeigt. „Die Entdeckung der Müdigkeit“ ist inhaltlich keine Überraschung, denn die Nummer ermüdet in der Tat ziemlich schnell, vielleicht bin ich aber auch für diese Mädchenmusik einfach die Falsche. Das pseudodramatische „Ich singe dir ein Lied“ ist auf jeden Fall nicht für mich geschrieben worden und „Wilde Ufer“ hätten bei mir auch eine andere musikalische Entsprechung als das Geschmachte, das KATRIANA zu diesem Thema eingefallen ist. Die Bontempi-Drumloops von „Himmel im Kopf“ sind auf der Zielgerade immerhin eine willkommene Abwechslung, die ich an der einen oder anderen Stelle schmerzlich vermisst habe.

Gut, im Vergleich zu „In meinem Kopf“ hat KATRIANA mit ihrem neuesten Silberling „Aber klar doch“ ein bisschen mehr Gas gegeben und auch die Texte sind vielschichtiger ausgefallen. Mit jedem Lied kann sie bei mir allerdings nicht punkten, aber da draußen gibt es bestimmt genügend Frauen, die auf diese Art akustische Musik stehen und möglicherweise sogar die Plateau-Schuhe vom Cover umwerfend finden.

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