Band Filter

KATRIANA - In meinem Kopf

VN:F [1.9.22_1171]
Artist KATRIANA
Title In meinem Kopf
Homepage KATRIANA
Label PUSSY EMPIRE RECORDINGS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Nein, mir sind beim Tippen nicht die Buchstaben durcheinander geraten. Die Dame heißt nicht Katarina, sondern KATRIANA. Sie ist 33 Jahre alt, lebt in Hamburg und hatte ihren ersten Auftritt mit 13 auf dem Hamburger Rockspektakel. Es folgte eine Ausbildung zur Sängerin und Pianistin, um schließlich in einem akustischen Pop-Projekt anzukommen. KATRIANA singt nämlich, während sie Klavier spielt und wird dazu seit Ende 2006 von Birte Schultz am Cello begleitet. Seit den grandiosen Cello-Virtuosen von APOCALYPTICA steht außer Frage, dass man mit diesem Streichinstrument unglaublich spannende Mucke machen kann, weshalb ich frohen Mutes „In meinem Kopf“ meinem CD-Player zuführe.

Dass APOCALYPTICA-Fans nicht unbedingt zur KATRIANA-Zielgrupppe gehören, war mir bereits im Vorfeld klar. Ich gehöre allerdings trotz meines wirklich breit gefächerten Musikgeschmacks auch nicht dazu. In erster Linie liegt dies an den Texten, die für meinen Geschmack zu einseitig ausgefallen sind. Entweder hat die Gute eine furchtbare Trennung noch nicht überstanden oder sie kennt einfach kein anderes Thema und ist auf dem besten Weg, eine missgünstigen Zicke zu werden. Immerhin scheint sie die Anzeichen selbst erkannt zu haben, wenn man den Lyrics des Titeltracks glauben darf. „Es kickt mich raus“ lasse ich mir noch gefallen, weil die Nummer mit seiner minimalistischen Instrumentierung wirklich schön ist und vermutlich auch ein toller Liebeskummer-Song wäre, wenn die übrigen Lieder einen anderen Inhalt hätten. Den anderen Songs kann ich leider auch hinsichtlich ihrer wenig mitreißenden Arrangements nicht viel abgewinnen, weshalb sich schnell eine gewisse Ungeduld bei mir einstellt. Ein Hoffnungsschimmer scheinen die Handclaps und rauen Celloklänge auf „Schlimmer geht’s nimmer“ zu sein, aber dummerweise wechselt der Sound zwischenzeitlich in wenig inspirierendes Gejammer statt den vielversprechenden Faden weiterzuspinnen, wodurch das Ganze wieder ins Uninteressante abfällt.

Manchmal ist weniger mehr, diesmal allerdings nicht. Der Musik hätte ein bisschen mehr Drive gut getan und die Texte hätten eindeutig mehr Variation vertragen können. Wenn fast ausschließlich Liebesleid und Weltschmerz thematisiert werden, können sogar 35 Minuten Spielzeit ganz schön lang werden, sofern man nicht gerade seine tiefe Depressionen ausleben möchte oder beschlossen hat, seinem Verflossenen für alle Zeiten hinterher zu trauern und dafür noch den passenden Soundtrack braucht.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

KATRIANA - Weitere Rezensionen

Mehr zu KATRIANA