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KEAM - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist KEAM
Title s/t
Homepage KEAM
Label MAUNA LOA
Leserbewertung
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2.8/10 (5 Bewertungen)

Hinter KEAM verbirgt sich ein italienisches Quintett, das uns mit seinem selbstbetitelten Debüt eine coole Mixtur aus Härte, Moderne und Ideenreichtum verspricht. Zu diesem Zweck setzen die Herrschaften gleich zwei Bässe ein: einen konventionellen und einen Bass-Synth, wollen wir doch mal hören, wie das so klingt.

Zumindest lassen KEAM mit ihrem Opener „7000 Dawns“ nichts anbrennen. Es geht zunächst mit viel Druck nach vorn, dann nimmt der Fünfer auch schon mal Tempo raus und lässt den Sound dadurch ein wenig psychedelisch und gleichzeitig grungig wirken. Mit dem folgenden „Billy’s Tripp(y)“ schicken KEAM ihre Hörer zunächst musikalisch auf den Jahrmarkt, wo allerdings schon bald Highspeed-Rock auf dem Programm steht. Mit „Raven’s Nest“ geht der Fünfer ein wenig vom Gas und serviert eingängige Kost mit Ohrwurm-Appeal. Für „Black Ink“ nehmen die Azzurri erneut psychedelische Elemente in ihren kraftvollen Sound auf, während beim flotten „Monochrome Life“ Crossover angesagt ist und mit „Robin’s Revenge“ Streicher ins Spiel kommen, denen krachende Gitarren und jede Menge Elektronik auf dem Fuße folgen. In diesem Sinne schließen sich mit viel Schmackes „The Secret“ und „Avoid The Cirlce“ an, während beim abwechslungsreichen„ShowDown“ auch schon mal Klaviergeklimper zu hören ist. Beim finalen „A Night With The Alien“ scheppert es schließlich noch mal ordentlich im Karton, während KEAM ein letztes Mal eine Irrfahrt durch psychedelische Untiefen wagen.

Ganz so basslastig, wie man es mit zwei Tieftönern im Equipment möglicherweise erwarten würde, ist der Sound der Italiener nicht ausgefallen. Eine gute Portion Härte servieren sie derweil durchaus, aber immer so dosiert, dass es nicht zu brachial wird. Ansonsten wird munter alles gemixt, was in den letzten Jahren und Jahrzehnten im bunten Rock-Zirkus präsentiert wurde. Manches mal klingt das Ergebnis recht düster, gelegentlich wäre ein bisschen mehr Fokussierung auf ein Genre durchaus hilfreich gewesen, alles in allem ist der Erstling jedoch tatsächlich angenehm abwechslungsreich und hörenswert ausgefallen.

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