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KEN - Have a nice day

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Artist KEN
Title Have a nice day
Homepage KEN
Label STRANGE WAYS
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Dass die Jungs von KEN Workaholics sind, hatte ich ja schon beim zeitgleichen Erscheinen ihrer zwei Alben „I’m thief“ und „Stop! Look! Sing songs of revolutions“ im Frühjahr diesen Jahres angenommen, aber jetzt schon wieder ein Output der Koblenzer Kombo? Nein, dies ist ein Re-Release ihres Debüts aus dem Jahre 2002 (damals noch bei WEA erschienen), ergänzt um 2 Bonus-Tracks.

Seinerzeit als „Sommerlochfüller“ von BLACKMAIL-Sänger Aydo Abay mit Musikerkollegen aus seinem Dunstkreis in nur zwei Wochen eingespielt, bekommt man hier ein straightes Rockalbum auf die Ohren, das charmant unstrukturiert, experimentell und spontan rüberkommt. Die ersten drei Stücke gehen mit leichtem Punk-Einschlag direkt nach vorn, für meine Geschmack ein wenig zu schrebbelig und lärmig. „Tilt“ und „Whirlpool of terror“ sind dann etwas ruhiger und geschliffener, und gerade „Whirlpool“ hat eine dieser schönen Melodien, die sich nett in die Gehörgänge schleichen. „Eye (eye)“ mit melancholischer Grundnote lässt verstehen, warum Aydo Abay gerne mal mit Brian Molko von PLACEBO verglichen wird. „Swell“ markiert ein launiges Pop-Intermezzo, „1/2 bb“ eine 2-minütige Instrumental-Kiffer-Pause, bevor es dann wieder knackig weitergeht. Mit „On (n)“ beweisen die Jungs dann, dass KEN auch ruhige Töne anschlagen kann. Nicht nur der Bonus-Track „The art of dying“ würde wunderbar zu einem Film von Tarantino passen.

Auch wenn der Nachfolger etwas höher in meiner Gunst steht, so ist auch „Have a nice day“ ein facettenreiches Album und schafft den Weg aus meiner Promo-CD-Krabbelkiste ins private CD-Regal. Genuss und Qualität dieses Albums (und des Nachfolgers) lassen den Hype der intellektuellen Musikfachpresse rund um Bands wie FRANZ FERDINAND oder NADA SURF nicht ganz nachvollziehen: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

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