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KID DAD - In A Box

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Artist KID DAD
Title In A Box
Homepage KID DAD
Label LONG BRANCH RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Mastermind bei KID DAD ist der Sänger und Gitarrist Marius Vieth, der die Texte des Erstlings „In A Box“ u.a. auf seinen Reisen durch China, England und die Schweiz geschrieben hat. Ihm zur Seite stehen im heimischen Paderborn Max Zdunek, Michael Reihle und Joshua Meinert. Aufgenommen wurde das Debüt in mehreren Sessions in Hannover, Berlin und im ostfriesischen Hesel. Auf dem Zettel hatten die Jungs dabei einem facettenreichen Grunge-, Indie- und Alternative-Mix der irgendwo zwischen PLACEBO, den PIXIES und BLACKMAIL zuhause ist.

Insofern hätte es mich auch gar nicht gewundert, wenn sich das Quartett im Koblenzer Tonstudio 45 von BLACKMAIL-Gitarrist Kurt Ebelhäuser eingefunden hätte. Außerdem ist Marius‘ Stimme der von ex-BLACKMAIL-Member Aydo Abay nicht unähnlich, was beispielsweise beim vielseitigen „Limbo“ oder dem diffizilen „[I Wish I Was] On Fire“ gut zu hören ist. Doch bereits mit ihrem mächtigen Opener „A Prison Unseen“, der auf ein kurzes instrumentales Intro namens „[]“ folgt, wissen KID DAD zu fesseln und dem Vierer gelingt es zudem, über die gesamte Laufzeit von rund 33 Minuten, die sich auf elf Songs verteilen, die Spannung zu halten. „Happy“ geht in die schrammeligen Vollen, während „What You Call A Dream“ zwischen hart und zart changiert und das melancholische „Window“ abermals die BLACKMAIL-Karte zieht. Derweil überrascht „The Wish of Being Alone“ mit mysteriöser Langsamkeit, bevor „Naked Creatures“ leise startet, um es dann im Refrain krachen zu lassen. Mit feinen Rhythmen gefällt auch das punktgenaue „Your Alien“, ehe das finale „Live With It“ für einen entspannten Abschluss sorgt.

KID DAD haben viel ausprobiert, bis sie schließlich mit dem Ergebnis ihres Feintuning für „In A Box“ zufrieden waren. Das können sie auch sein, denn die meterhohen Soundwände, drückenden Bässe, Krautrockbeats und atmosphärischen Gitarren-Delays können sich wahrlich hören lassen. Im kommenden Februar und März soll es auch eine Live-Tour geben – hoffen wir, dass die Konzertreise trotz Corona & Co. stattfinden kann, könnten spannende Abende werden!

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