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KILIANS - Lines You Should Not Cross

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Artist KILIANS
Title Lines You Should Not Cross
Homepage KILIANS
Label GRAND HOTEL VAN CLEEF
Leserbewertung
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3.5/10 (26 Bewertungen)

Als die KILIANS 2007 ihre erste Platte „Kill The Kilians” rausbrachten, waren die Bandmitglieder noch nicht mal volljährig. Zwei Jahre später ging es für den Nachfolger „They Are Calling Your Name“ bis auf Platz 32 der Album-Charts und COLPLAY luden die fünf Jungs aus Dinslaken persönlich ein, drei Shows ihrer Stadion-Tour zu eröffnen. Während die Mitschüler sich Gedanken über den passenden Studiengang machten, nahm Universal die Youngster unter Vertrag und stand ganz klar die Musik im Vordergrund. In der letzten Zeit war es allerdings ziemlich ruhig um die KILIANS. Sänger und Gitarrist Simon den Hartong konnte man auf verschiedenen Bühnen erleben, der Rest tauschte Stage und Tonstudio eher gegen Uni und Vorlesungsverzeichnis. 2011 endete schließlich im gegenseitigen Einvernehmen die Zusammenarbeit mit dem Major Universal und plötzlich kam der KILIANS-Entdecker Thees Uhlmann mit seinem Indie-Label Grand Hotel van Cleef ins Spiel.

„Lines You Should Not Cross“ wurde von Simon Frontzek produziert, der nicht nur als Ex-TOMTE-Member bekannt ist, sondern mit dem Kollegen den Hartong auch als Duo SIMON & SIMON IN LOVE durch die Republik getingelt ist. Der studierte Tontechniker und Musiker gab dem dritten Silberling den letzten Schliff, auf dem Programm steht aber nach wie vor Indie-Garagenrock, der eindeutig nach den KILIANS klingt. „Start Again“ heißt er treibende Opener und damit gibt das Quintett gleich auch einmal die Richtung vor. Nach der selbstverordneten Pause legt die Truppe gut gelaunt wieder los und auch die erste Single-Auskopplung „Dirty Love“ gefällt in bester lärmender KILIANS-Manier. „Do It Again“ schlägt zunächst ruhigere Töne an, vielleicht ein sentimentaler Blick zurück, der hoffnungsvoll in die Zukunft gerichtet wird? „Not Today“ schrammelt sich derweil tanzbar in Ohr und Bein, während „In It For The Show“ ebenso wie „Never Go To Work Again“ als sommerliche Fast-schon-Roadmovie-Songs daherkommen. Dazwischen schaltet das gefühlvolle „Felony“ einen Gang zurück und lockt „Coconut“ rhythmusbetont auf den Indie-Dancefloor. Für „Places“ hätte ich mir ein wenig mehr Schmackes gewünscht, doch im letzten Drittel lassen es die Herrschaften insgesamt etwas gemächlicher angehen, wie auch „You See The Devil“ und „Walk Behind“ unter Beweis stellen. Am Ende geht es mit „Just Like You“ noch in die emotionalen Vollen und der Hiddentrack mit Klavier, Gesang und Handclaps unterstreicht die britische Note der Ruhrpott-Mucker.

Der dritte KILIANS-Streich klingt frisch und unverbraucht – unüberhörbar hat die kreative Pause dem Fünfer gut getan. Keine Frage, dass die neuen Songs auch und gerade live präsentiert werden müssen, deshalb sind die jungen alten Hasen des Indie-Musik-Biz auch bis Ende Oktober gleich mal wieder auf Tour. Willkommen zurück!

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